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Aktuelles zum Coronavirus

Eine erste Analyse von WIFO-Ökonom Oliver Fritz zu den Auswirkungen der Coronakrise auf Österreichs Tourismus: WIFO-Analyse

Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen und ihre MitarbeiterInnen

Bundesministerien

  • Coronavirus-Maßnahmen­paket für den Tourismus Coronavirus vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und der Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Der Haftungsrahmen für Überbrückungskredite wurde von bisher 100 Mio. Euro auf bis zu 1 Mrd. Euro erhöht. Sechs Bundesländer – darunter auch Wien – übernehmen dabei die Zinskosten für ihre Betriebe. Außerdem bietet die ÖHT ihren Kreditnehmern an, die Tilgungen für 2020 zu stunden. Es müssen also nur Zinsen bezahlt, aber kein Kapital zurückgezahlt werden. Das Formular sowie alle Informationen zu Antrag und Abwicklung finden Sie auf der Website der ÖHT
  • Steuerliche Erleichterungen sowie Aussetzen von Gebühren, um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern - Informationen und Antragsformulare auf der Website des Finanzministeriums
  • Überblick des Tourismusministeriums zu aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung

Stadt Wien

Wirtschaftskammer

Kurzarbeit für Tourismusbetriebe

Sozialpartner und Bundesregierung einigten sich am 17.3. auf ein neues Kurzarbeitsmodell, das Erleichterungen vor allem für die von Covid-19 so schwer getroffene Tourismusbranche enthält. Das Kurzarbeitsmodell wurde vor allem an die Bedürfnisse der Dienstleistungsbranche angepasst, um MitarbeiterInnen im Unternehmen halten zu können, auch wenn die Tätigkeiten im Betrieb vorerst auf ein Minimum reduziert werden müssen. Das neue Modell ist allen Unternehmen zugänglich, unabhängig von der Größe oder Branche. Die folgenden Maßnahmen wurden vereinbart:

  • Die Sozialversicherungsbeiträge des Dienstgebers bemessen sich am Entgelt vor der Kurzarbeit. Im neuen Kurzarbeitsmodell werden auch diese erhöhten Beiträge ab dem ersten Monat vom AMS übernommen.
  • Der Erstkontakt mit dem AMS kann per Mail oder telefonisch erfolgen.
  • Beschäftigte sind dazu aufgefordert, Urlaub und Zeitguthaben vor und während der Kurzarbeit zur Gänze zu konsumieren.
  • Entfall der 10 Prozent-Beschäftigungsgrenze: Gekürzte Normalarbeitszeit muss nur im Durchschnitt des Durchrechnungszeitraumes zwischen 10 und 90 Prozent liegen, längere Zeiträume mit einer Wochenarbeitszeit von 0 Stunden können vereinbart werden.
  • Die Kurzarbeitsbeihilfe des AMS bemisst sich am Nettoentgelt des Arbeitnehmers vor Kurzarbeit und garantiert ein Mindesteinkommen: Nettoersatzraten zwischen 80-90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts.
  • Die COVID-19-Kurzarbeit kann vorerst für bis zu 3 Monate abgeschlossen werden (März, April, Mai). Bei Bedarf ist eine Verlängerung um weitere 3 Monate möglich.
  • Bei besonderen Verhältnissen ist ein Entfall der Behaltefrist zu verhandeln.

Nähere Informationen zur Corona-Kurzarbeit auf der Website des Arbeitsmarktservice (AMS) und in den FAQ der Wirtschaftskammer

Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Wien

Die Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum ist derzeit massiv eingeschränkt. Die ÖsterreicherInnen sind aufgefordert, sich selbst zu isolieren und soziale Kontakte ausschließlich mit jenen Menschen zu pflegen, mit denen man zusammenlebt. Sportplätze, Spielplätze und andere öffentliche Plätze der Begegnung werden geschlossen. Es gibt derzeit nur vier Gründe das Haus zu verlassen:

  • Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist
  • Dringend notwendige Besorgungen (Lebensmittel, Medikamente)
  • Hilfe für andere Menschen
  • Spaziergänge einzeln oder mit Personen, mit denen man zusammenwohnt

Seit 17.3.2020 sind Restaurants vollständig geschlossen. Die Lebensmittelversorgung wird über Supermärkte und Lieferservices gewährleistet. 

Seit 16.3.2020 bleiben die Tourist-Infos des WienTourismus in der Innenstadt (Albertinaplatz), am Hauptbahnhof und am Flughafen Wien Schwechat bis auf Weiteres geschlossen.

Ein Rundruf des WienTourismus ergab, dass mit Stand 25.03.2020 in Wien 235 Hotelbetriebe von 365 geschlossen haben. Die Bettenkapazität ist dadurch um 58 % verringert: 35.500 Betten von insgesamt 61.200 fallen derzeit weg (gerundete Werte).

Offizielle Informationen

Die Ausbreitung und die Auswirkungen des Coronavirus Covid-19 ändern sich laufend, daher empfehlen wir, die jeweils neuesten Informationen auf den offiziellen Websites der Behörden nachzulesen:

Update zu Veranstaltungen

Veranstaltungen sind derzeit gänzlich untersagt. Die einzigen Ausnahmen sind jene Aktivitäten, die der Bekämpfung des Coronavirus dienen. Zahlreiche Veranstaltungen in Wien mussten daher verschoben oder abgesagt werden: www.vienna.convention.at/de/veranstaltungsplanung/covid-19

Einreisebeschränkungen

Zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus hat das Bundesministerium für Inneres Grenzkontrollen zu 6 seiner 8 Nachbarländer eingeführt: Italien, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Slowenien und Ungarn. Eine Einreise nach Österreich aus diesen Staaten ist ausnahmslos nur noch an bestimmten Grenzübergängen und mit ärztlichem Gesundheitszeugnis (negativer molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2, nicht älter als 4 Tage) erlaubt. Die Nachbarländer Slowakei und Tschechien haben ihrerseits Einreiseverbote für ausländische StaatsbürgerInnen ausgesprochen. Am 18.03. schloss die EU alle Außengrenzen für die Dauer von 30 Tagen.

ÖsterreicherInnen sowie StaatsbürgerInnen anderer Länder sind nach der Einreise auf dem Luftweg verpflichtet, unverzüglich eine 14-tägige selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten. Die österreichischen Botschaften und Konsulate haben alle Visa-Vergaben eingestellt.

Der Flughafen Wien stellte mit 17.3.2020 auf Notbetrieb um. Der Linienflugverkehr kommt durch Flugstreichungen (u.a. seitens Home Carrier Austrian Airlines, der mit 19.3.2020 seinen regulären Flugbetrieb temporär einstellte) weitgehend zum Erliegen. Derzeit werden noch Rückholungen österreichischer StaatsbürgerInnen durchgeführt sowie höchst bedeutsame Frachtflüge zur Versorgungssicherheit (Anlieferung wichtiger Güter wie Medikamente oder dringend benötigte Waren). Landeverbote gelten derzeit für Flüge aus China, Frankreich, Iran, Italien, Schweiz, Spanien, Südkorea, Vereinigtes Königreich, die Niederlande, Russland und die Ukraine.

Aus den FAQs des Gesundsheitsministeriums: 

 
In einem Verdachtsfall bei Aufenthalt in Wien

Wenn ein Gast, ein/e Meeting-Teilnehmer/in, ein/e Kolleg/in oder eine andere Person Symptome aufweist oder befürchtet an Covid-19 erkrankt zu sein: 

  • zuhause bzw. im Hotel bleiben
  • Kontakte zu anderen Personen minimieren
  • das Gesundheitstelefon 1450 (ohne Vorwahl aus Österreich, egal ob vom Mobiltelefon oder Festnetz) anrufen und die Ratschläge bitte genau befolgen. 

Empfehlungen zur Vorbeugung

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel. Video dazu von der Medizinischer Universität Wien: https://www.youtube.com/watch?v=HwMDo_QZkkI&feature=emb_title
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen. 
  • Entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände
  • Das Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen
  • Zum jetzigen Zeitpunkt wird das Tragen von Hygiene- bzw. Atemschutzmasken für die gesunde Allgemeinbevölkerung weder von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch von der europäischen Seuchenschutzbehörde (ECDC) empfohlen.
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