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„Optimum Tourism“ für die Stadt und ihre Menschen

Visitor Economy Strategie reloaded

Mit der im April 2025 veröffentlichten Visitor Economy Strategie „Optimum Tourism“ setzte Wien auf ein Wachstumsmodell, das Lebensqualität und Besucher:innenzufriedenheit in den Mittelpunkt stellt. Durch den Aufbau des Wiener „Sustainable Tourism Observatory“ wird die nachhaltige Entwicklung der Destination messbar – nach internationalen Standards im Rahmen des INSTO-Netzwerks. Die Daten machen Entwicklungen sichtbar und zeigen auf, wo Handlungsbedarf besteht. Gemeinsam mit den Partner:innen der Visitor Economy werden dann konkrete Maßnahmen im Rahmen von Aktionsprogrammen umgesetzt.

Aktionsprogramme widmen sich 2026 unter anderem den Themenbereichen Legacy und der Messung von Tagesgästen. Das bereits 2025 gestartete Aktionsprogramm Barrierefreiheit wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und der WKW fortgesetzt. Ziel ist es, die Qualität der Destination weiter zu erhöhen und Betriebe dabei zu unterstützen, inklusiver zu werden – nicht nur, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern um Angebote zu schaffen, die möglichst vielen Zielgruppen zugänglich sind. Sechs Sensibilisierungstrainings für Hoteldirektor:innen, Hotelmitarbeiter:innen sowie Beschäftigte aus Kunst und Kultur wurden bereits angeboten.

Im November 2025 hat der WienTourismus in Zusammenarbeit mit der WKW-Stiftungsprofessur für nachhaltige Stadt- und Tourismusentwicklung sowie Urban Innovation Vienna das Praxishandbuch „The Places To Be“ veröffentlicht. Es setzt international Impulse für zukunftsorientierte Stadtentwicklung: Anhand von zwölf Prinzipien basierend auf Wiener und weltweiten Erfolgsmodellen bietet es eine fundierte Grundlage, auf der Städte neue Zentren entwickeln können, die für Bewohner:innen wie Besucher:innen gleichermaßen attraktiv sind.

Mit drei Zielen zum Erfolg

Die Visitor Economy Strategie „Optimum Tourism“ hat drei Zeile, steht für gutes Wachstum und ein Ausbalancieren der Bedürfnisse von Einheimischen und Gästen.

  • Ziel 1: Die Zufriedenheit von Gästen und Bewohner:innen muss auch in Balance bleiben, wenn Tourismus wächst: Wien will den „Sweet Spot“ bei Tourismusakzeptanz und Gästezufriedenheit halten und misst dies in monatlichen Befragungen.
  • Ziel 2: Zwei Drittel der Wien-Besucher:innen sollen „Wunschgäste“ ausmachen:  Als Freizeitgast fragt er Kunst und Kultur nach, als Geschäftsreisender besucht er insbesondere Kongresse oder Firmentagungen, als Luxusgast konsumiert er im High-End-Bereich
  • Ziel 3: Wien ist eine globale Meetingmetropole: Jede 10. Nächtigung soll in Zukunft aus diesem Bereich stammen. 2024 zählte Wien 1,9 Millionen tagungsbezogene Übernachtungen von über 671.000 Meeting-Teilnehmer:innen – damit stammte jede neunte Gästenächtigung in Wien von einem Kongress- oder einer Firmentagung.

Mehr Fokus auf Wertschöpfung und Qualität

2025 arbeitete der WienTourismus in zwölf Herkunftsmärkten mit einem Marketingbudget von 15,1 Millionen Euro. Neben Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien bearbeitete er – zusätzlich zu den USA – auch Kanada, die arabischen Länder, China, Japan und Südkorea. Der Schwerpunkt seiner Fernmarktaktivitäten lag auf Amerika, Wiens aufkommens- und umsatzstärksten Überseemarkt.

Die Mitgliedschaft bei internationalen Netzwerken, bspw. der UN Tourism, der City Destinations Alliance, der World Tourism Cities Federation oder der International LGBTQ+ Travel Association bildeten ebenso einen Eckpfeiler der Strategie des WienTourismus wie die Mitgliedschaft seines Vienna Convention Bureau bei der International Congress and Convention Association, der Professional Convention Management Association und weiteren Organisationen.

Norbert Kettner, Geschäftsführer des WienTourismus, wurde 2025 in das Board of Directors von Destinations International berufen – eines der weltweit größten Netzwerke von Destinationsorganisationen mit über 8.000 Mitgliedern und Partnern aus mehr als 750 Destinationen. Kettner ist eines von 25 Mitgliedern im Board of Directors, das für die nächsten drei Jahre gewählt wurde, und bringt die europäische Expertise in das internationale Gremium aus den USA ein.