Es ist die Ausgangsbasis für datenbasierte Entscheidungen und die Ableitung von Maßnahmen. Eingebettet in die Visitor Economy Strategie ist es jedoch mehr als ein Analysewerkzeug: Es ist zugleich eine Plattform für neue Partnerschaften und Allianzen.
Das STO dient als Kompass, um die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus zu bewerten. Anstelle reiner Wachstumskennzahlen verfolgt es einen wertebasierten Ansatz im Einklang mit dem internationalen Netzwerk für Nachhaltigen Tourismus (INSTO) der UN.
Gemessen wird eine breite Palette von Indikatoren – von Besucher:innen- und Bewohner:innenzufriedenheit über Wertschöpfung, Mobilität und Abfallmanagement bis hin zu Wasserqualität und CO₂-Emissionen. Alle Ergebnisse werden transparent in einem öffentlichen Dashboard aufbereitet. Sie zeigen Trends auf, machen sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht, und weisen auch darauf hin, wo die Datenbasis noch nicht ausreichend ist.
Eine besondere Stärke liegt in der sektorübergreifenden Zusammenarbeit. Unternehmen können im Observatory innovative, nachhaltige Erfolgsmodelle entwickeln, voneinander lernen und sich an Best Practices orientieren. Die Daten helfen, Trends und Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Darauf aufbauend werden gemeinsam mit lokalen Stakeholdern Aktionsprogramme entwickelt, die gezielt Prioritäten setzen, zeitlich befristet sind und klar definierte Ziele verfolgen.
So entsteht ein kontinuierlicher Prozess: Daten werden nicht nur erhoben, sondern in konkrete Maßnahmen übersetzt. Damit schafft das STO messbaren Mehrwert für Wien – und stärkt die Stadt sowohl als lebenswerte Heimat wie auch als attraktive Destination.
Das Vienna Sustainable Tourism Observatory wurde in Kooperation zwischen dem WienTourismus, der Wirtschaftskammer Wien und der Stadt Wien (MA23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik) eingerichtet. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft der Republik Österreich unterstützt.