Veranstaltungen müssen nicht nur räumlich, sondern auch akustisch und visuell zugänglich sein, damit alle Gäste teilnehmen können.
Grundlegende Anforderungen
| Sitzordnung | Rollstuhlplätze in die reguläre Bestuhlung integrieren, nicht abseits positionieren |
| Hörunterstützung | Induktive Höranlage bereitstellen und kennzeichnen |
| Beleuchtung | Hell, gleichmäßig und blendfrei gestalten und auf die Raumgröße abgestimmt |
| Zugang | Bühne oder Podium barrierefrei erreichbar machen |
Praktische Tipps
| Sitzplätze flexibel planen | Mindestens 1% der Sitzplätze als Rollstuhlplätze in unterschiedlichen Bereichen des Raums vorsehen und nicht isoliert oder in der letzten Reihe platzieren. Eine Begleitperson sollte immer direkt daneben sitzen können. |
| Komfort erhöhen | Zusätzlich Stühle mit Armlehnen bereitstellen. Sie erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen und werden von vielen Gästen gerne genutzt. |
| Höranlagen sichtbar machen | Das Symbol für induktive Höranlagen gut sichtbar anbringen (Eingangstüre, Webseite) und die Funktion regelmäßig prüfen. . Bei temporären Veranstaltungen tragbare Schleifenanlagen als Alternative bereithalten. |
| Gute Verständlichkeit schaffen | Auf ausreichende, blendfreie Beleuchtung achten. Sie unterstützt das Lippenlesen und verbessert die Orientierung im Raum. |
| Technik konsequent nutzen | Mikrofone auch bei kleineren Gruppen einsetzen. Das erhöht die Sprachverständlichkeit für alle und ist unverzichtbar für gehörlose Gäste. |
| Dolmetschung einplanen | Bei öffentlichen Veranstaltungen einen geeigneten Platz mit guter Sichtbarkeit und separater Beleuchtung für Gebärdensprachdolmetscher:innen einplanen und bei Bedarf aktiv anbieten. |
| Barrierefreien Zugang sicherstellen | Wenn Stufen zur Bühne führen, alternative Lösungen wie Rampen oder mobile Podeste anbieten und frühzeitig mit Vortragenden abstimmen. |