Stufen sind eine der häufigsten Barrieren. Gut gestaltete Rampen und sichere Treppen ermöglichen eine durchgängige Nutzung für alle Gäste.
Grundlegende Anforderungen
Rampen
Maximales Gefälle 6 %, bei Umbau bis 10 %, Mindestbreite 120 cm
Handläufe
Beidseitig, in 85 bis 90 cm Höhe, 30 cm über Anfang und Ende hinausragend, rund und griffsicher
Treppen
Gleichmäßige Stufenhöhe (max. 16 bis 17 cm), Auftritt mindestens 28–30 cm
Markierung
Kontraststreifen an der Vorderkante, besonders bei erster und letzter Stufe
Praktische Tipps
Sichtbarkeit erhöhen
Kontraststreifen auf erster und letzter Stufe anbringen. Diese einfache Maßnahme verbessert die Orientierung und reduziert das Sturzrisiko deutlich.
Handläufe optimieren
Prüfen, ob Handläufe beidseitig vorhanden und durchgehend geführt sind. Sie sollten über Anfang und Ende der Treppe hinausragen (30 cm) , damit Gäste sicheren Halt beim Ein- und Ausstieg haben.
Zusätzliche Orientierung
Handläufe mit taktilen Informationen oder Markierungen ergänzen. Das unterstützt insbesondere blinde und sehbehinderte Gäste bei der Orientierung im Gebäude.
Flexible Lösungen anbieten
Für einzelne Stufen (1-3) mobile Rampen bereithalten und gut sichtbar darauf hinweisen, etwa mit einer Klingel versehen: „Benötigen Sie eine Rampe? Bitte klingeln." So können Gäste bei Bedarf unkompliziert Unterstützung anfordern.
Wege freihalten
Regelmäßig kontrollieren, ob Durchgänge frei sind. Pflanzen, Möbel oder Aufsteller können schnell zu Barrieren werden und sollten nicht im Bewegungsbereich stehen. (Durchgangsbreite von mindestens 90 cm sicherstellen)