Rampe in der Bibliothek der WU-Wien, Campus der Wirtschaftsuniversität (WU Campus)

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Evakuierung & Sicherheit

Im Notfall zählt jede Sekunde und ein gutes Evakuierungskonzept berücksichtigt alle Gäste, unabhängig von ihrer Mobilität oder Behinderung. Klare Abläufe und durchdachte Konzepte sind dafür entscheidend.

Grundlegende Anforderungen

FluchtwegeMindestens 120 cm breit, stufenlos oder mit Rampe (maximal 6 % Gefälle), und frei von Hindernissen
NotausgängeGut erkennbar, beleuchtet, beschildert und leicht zu öffnen (Panikbeschlag)
AlarmierungAkustisch UND optisch wahrnehmbar (Zwei-Sinne-Prinzip)
WartebereicheSichere Bereiche für Personen, die Treppen nicht nutzen können
KonzeptEvakuierungsplanung, die alle Gäste berücksichtigt

Praktische Tipps

Fluchtpläne aktuell haltenFlucht- und Rettungspläne regelmäßig prüfen: gut sichtbar, in großer Schrift, ausreichend Kontrast und ist der Standort des Betrachters klar markiert? Nur aktuelle und verständliche Pläne geben im Notfall Orientierung.
Wege freihaltenFluchtwege und Notausgänge konsequent überprüfen und freihalten. Schon kleine Hindernisse können im Ernstfall zum Risiko werden und die Evakuierung verzögern. Notausgänge dürfen nie verstellt werden.
Abläufe trainierenEvakuierungsübungen regelmäßig durchführen und dabei gezielt unterschiedliche Szenarien einbeziehen, etwa die Unterstützung von Personen mit Mobilitätseinschränkungen, wo sichere Wartebereiche sind und wer für welchen Bereich zuständig ist.
Verantwortlichkeiten klärenBestimmte Mitarbeiter:innen als Evakuierungshelfer:innen definieren, die im Notfall namentlich zugewiesen sind. Regelmäßige Schulungen sorgen dafür, dass im Notfall jeder weiß, was zu tun ist.
Alarmierung erweiternBlitzleuchten in Fluren, öffentlichen Bereichen und barrierefreien Zimmern nachrüsten – das ist für gehörlose Gäste im Notfall unverzichtbar.
Hilfsmittel bereitstellenEvakuierungsstühle anschaffen und das Personal im Umgang schulen. Nur geübte Anwendung ermöglicht eine sichere und schnelle Evakuierung.
Sichere Wartebereiche schaffenBei Neubauten oder Adaptierungen geschützte Wartebereiche mit Kommunikationsmöglichkeit einplanen, damit Gäste im Notfall sicher auf Hilfe warten können.