Personen am Bahnhof, die aus dem Zug steigen

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Mobilitätseinschränkungen

Diese betreffen die Bewegungsfähigkeit oder motorische Geschicklichkeit eines Menschen. Sie können das Gehen, Stehen oder feinmotorische Tätigkeiten erschweren. Viele Menschen nutzen Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren oder Gehstöcke, um sich möglichst selbstständig fortzubewegen.

Praktische Tipps zur Unterstützung:

Zugänglichkeit sicherstellenTische, Schalter und Ablagen sollten möglichst unterfahrbar und gut erreichbar sein. Bedienelemente und Ablageflächen idealerweise bis etwa 110 cm Höhe positionieren.
Unterstützung anbietenHilfe kann aktiv angeboten werden, sollte jedoch nicht ungefragt erfolgen etwa beim Schieben eines Rollstuhls. Ein Rollstuhl ist ein persönliches Hilfsmittel und Teil der selbstständigen Mobilität einer Person, vergleichbar mit einer Brille für Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Ungefragtes Schieben kann nicht nur irritierend wirken, sondern auch Sicherheitsrisiken wie eine Kippbewegung verursachen. Unterstützung sollte daher immer erst nach Zustimmung erfolgen.
Flexible Servicebereiche nutzenWenn der reguläre Empfangsbereich schwer zugänglich ist, können alternative Bereiche wie Lounge-, Foyer- oder Cafébereiche für Gespräche oder Check-in-Prozesse genutzt werden. Solche Situationen ermöglichen eine Kommunikation auf Augenhöhe, schaffen eine ruhigere Atmosphäre und vermeiden gleichzeitig Barrieren wie hohe Check-in-Terminals oder schwer erreichbare Schalter.
Barrierefreie Schreibmöglichkeiten bereitstellenKlemmbretter oder mobile Ablagen erleichtern das Ausfüllen von Formularen, wenn kein geeigneter Tisch vorhanden ist.
Bedienelemente gut erreichbar gestaltenTürgriffe, Lichtschalter, Bestellterminals oder Servierflächen sollten leicht erreichbar und einfach zu bedienen sein. Bei Bedarf können unterstützende Hilfsmittel wie Greifzangen bereitgestellt werden.

 

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