Bunte Kacheln des Dachs des Wiener Stephansdoms

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Wien-Presse-Info – März 2026 Rund um den ESC 2026: Das Grätzel der Wiener Stadthalle

„In Wien ist ein UFO gelandet“, so hieß es bei der offiziellen Eröffnungsfeier der Wiener Stadthalle am 21. Juni 1958 wegen der markanten flügelartigen Konstruktion des Hauptgebäudes. Rainers Entwurf hatte vorrangig praktische Gründe. Das zeltartig anmutende 100 mal 100 Meter messende Stahldach ist in der Mitte abgesenkt. Einerseits um den Blick auch von den oberen Tribünenrängen auf das Geschehen zu lenken, andererseits zur besseren Heizung, Belüftung, Akustik und für eine kompakter wahrgenommene Raumform. Die Gebäude-Silhouette spiegelt sich auch im Firmenlogo und sogar auf den Sitzgelegenheiten vor den Eingängen wider. Zudem zählt der von Rainer entworfene „Stadthallen-Sessel“ zu den bedeutendsten Möbelstücken der österreichischen Designgeschichte und wird heute teuer gehandelt. 

Das größte Veranstaltungszentrum Österreichs 

Das Areal umfasst insgesamt drei Mehrzweckhallen. Die größte Halle D hat für Konzerte ein Fassungsvermögen von bis zu 16.000 Besucher:innen. Hier finden auch die Live-Shows des Eurovision Song Contests statt. Wegen der hohen Zuschauer:innen-Kapazität, der modernen technischen Ausstattung und der variablen Hallengestaltung ist die Halle D die erste Wahl für dieses Megaevent. Zwei Sport-, eine Eishalle sowie das Schwimmbad mit der markanten roten Dachkonstruktion machen die Stadthalle auch zum vielseitigen Sportzentrum. Räumlichkeiten für Ausstellungen sind ebenso vorhanden. Das sorgt für ein besonders vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Mit rund einer Million Besucher:innen bei über 300 Events zählt die Stadthalle zu den Top-Ten-Arenen Europas. Im Märzpark vor den Eingangstoren steht eine Steinskulptur des bedeutendsten österreichischen Bildhauers Fritz Wotruba: „Große stehende Figur“ von 1958. 

Rudolfsheim – ein Außenbezirk 

Eine der wichtigsten Wiener Verkehrsadern, der Gürtel, trennt die Stadt in sogenannte Innen- und Außenbezirke. Rudolfsheim, das Stadtviertel rund um die Wiener Stadthalle zählt zu den Außenbezirken und ist ein Wohnviertel mit vielen Gastronomie-Betrieben, die vor allem von Wiener:innen gerne besucht werden. Für Tourist:innen sind das bisher noch Geheimtipps. Das Spektrum ist breit. Über dem Verkehrsknotenpunkt Urban-Loritz-Platz thront die Hauptbücherei der Stadt Wien. Das vom Wiener Architekten Ernst Mayr geplante Gebäude kann über rund 100 Stufen erklommen werden. Diese sind gleichzeitig beliebter Aufenthaltsort und sozialer Treffpunkt. Am Dach wartet das „Oben“, ein Restaurant mit Bar und Fokus auf saisonalen und Bio-Lebensmitteln – und grandioser Aussicht. Ein paar Schritte weiter findet in den Sommermonaten auch das (Freiluft-)Kino am Dach statt. Am Rande der Segeldachkonstruktion des Urban-Loritz-Platzes regiert Streetfood. Der Würstelstand Speisekammer sowie Dönermeister überzeugen mit Qualität – mit Fleisch oder rein pflanzlich. Durch den Märzpark führt der Weg zur Wiener Stadthalle. Und dahinter wartet ein echtes Kulinarik-Grätzel (so werden die Stadtviertel in Wien auch genannt). 

Heimliches Grätzel-Zentrum 

Der ruhige Kriemhildplatz wenige Gehminuten von der Wiener Stadthalle entfernt hat sich als Grätzel-Treffpunkt etabliert. Das Café Kriemhild und die Pizzeria Madre liegen hier nebeneinander. Baulich wurde hier wenig von den Vorgängern – einem klassischen Wiener Kaffee bzw. Wirtshaus – verändert. Das kulinarische Angebot und vor allem die Atmosphäre wurden verjüngt, wodurch eine neue, kreative Zielgruppe angesprochen wird. Gegenüber ist das franzundjulius ebenso liebevoll, allerdings modern eingerichtet und bietet neben Kaffee auch Frühstück, Mehlspeisen und kleine Snacks an. Neuen Lesestoff liefert die gut sortierte Buchhandlung Buchkontor. Und Fans von Vintage Mode finden im Euro Baby nur einhundert Meter auf der Allee der Markgraf-Rüdiger-Straße entfernt neue (oder eigentlich alte) Schätze.  

Kulinarische Vielfalt entlang der Märzstraße 

Vom Wiener Gürtel stadtauswärts führt die Märzstraße direkt zum nächsten Grätzel-Platz: Dem Kardinal-Rauscher-Platz mit der beeindruckenden, in rotem Backstein gehaltenen Katholischen Kirche Rudolfsheim. Die Bar Exil wirkt zunächst unscheinbar, ist aber der perfekte Ort für einen ruhigen Abend mit Freund:innen. Im Café Caché, einem ehemaligen Vorstadt-Kaffeehaus mit Retro-Flair, kocht Lisa Machian mit französischer Note. Im kultigen Gasthaus Augustin mit Wohnzimmer-Feeling residiert auch die eine oder andere Katze. In Gehweite von etwa zehn Minuten von der Kirche bietet Rudolfsheim außerdem mit dem Restaurant Herzig einen fantastischen Gourmet-Tempel (ein Guide-Michelin-Stern) sowie mit dem Schutzhaus Zukunft auf der Schmelz einen begrünten Biergarten abseits des Großstadt-Trubels. 

Drehkreuz Westbahnhof 

Von der 208 Meter langen Fußgängerbrücke Rustensteg hat man eine spannende Aussicht über das dichte Schienennetz des Wiener Westbahnhofs. In dessen unmittelbarer Nähe in einer ehemaligen Druckerei der österreichischen Bundesbahnen bietet die Glasfabrik Antiquitäten-Shopping und einen Kaffee-Corner auf drei großzügigen Stockwerken. Das Café Weingartner an der Ecke Löhrgasse/Goldschlagstraße ist ein klassisches Wiener Kaffeehaus, in dem Billard gespielt wird. Ein echter Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit ist das Boutiquehotel Stadthalle by cocoon in der Hackengasse. Es ist das erste Hotel weltweit, dass sich den nachhaltigen Sustainable Development Goals der vereinten Nationen verschrieben hat und überzeugt zudem mit grünem Innenhof und vielen Vintage- und Upcycling-Accessoires und -Möbeln. Und für Liebhaber:innen von Shabby Chic ist das Café Mausi ums Eck in der Märzstraße die erste Wahl für Drinks – mit oder ohne Vorabbesuch eines Events der Wiener Stadthalle. 

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Kontakt:

WienTourismus
Isabella Rauter
Internationale Presse
Tel. (+ 43 1) 211 14-301

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