Wiener Tourismuskonferenz 2011: The Urban Age

Mag.a Renate Brauner, Vizebürgermeisterin, Wirtschafts- und Finanzstadträtin, Präsidentin des WienTourismus (4.v.r.), Norbert Kettner, Direktor WienTourismus (3.v.r.), KommR.in Brigitte Jank, Präsidentin Wirtschaftskammer Wien (4.v.l.), Rudolf Kaske, Vorsitzender Gewerkschaft vida (3.v.l.), Dr. Auliana Poon, Tourism Intelligence International (5.v.r.), Dipl.-Vw. Gernot Ott, Tourism Intelligence International (5.v.l.), MMA, MMD Henning Thomsen, BA, Byens Øjne - Office for Urban Quality (1.v.l.), Mag. Erwin Bauer, bauer - konzept & gestaltung (2.v.r.), DI Arch. Anna Popelka, PPAG architects (2.v.l.), Prof. Greg Clark, The Business of Cities (1.v.r.)
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In- und ausländische Experten präsentierten Vorträge und Workshops, die darauf eingingen, wie sich Wien in der internationalen Städtekonkurrenz weiterhin abheben und erfolgreich behaupten kann. - Sei es durch optimale Performance in den „neuen Märkten", durch Gestaltungsmaßnahmen im eigenen öffentlichen Raum oder durch das Aufspüren von in der Destination vorhandenen, aber noch ungenützten Potenzialen. Tourismusdirektor Norbert Kettner referierte den aktuellen Stand der Umsetzung des Tourismuskonzepts Wien 2015. Eingangs - im wahrsten Sinne des Wortes - wurden die TeilnehmerInnen zunächst von einer höchst augenfälligen Demonstration des optimalen „WienTaxis" überrascht. Angesichts der jüngsten Schlagzeilen zu diesem Thema, ein Treffer haarscharf ins Schwarze.

Der WienTourismus hatte am Vorplatz des Musikvereins unter dem Motto „Ein Taxi, so schön, wie die Stadt, in der es fährt" zwei als „WienTaxi" gebrandete Mercedes-Limousinen auffahren lassen. Rundherum verteilte entsprechend gekleidetes Fahrpersonal Flugblätter, in denen die Anforderungen an Service und Qualifikation von Taxi-FahrerInnen unmissverständlich aufgelistet waren. Den Hintergrund dazu erfuhr man später beim Bericht von Tourismusdirektor Kettner über das Tourismuskonzept 2015.

Optimales "WienTaxi" bei Wiener Tourismuskonferenz präsentiert

Mag.a Renate Brauner, Vizebürgermeisterin, Wirtschafts- und Finanzstadträtin, Präsidentin des WienTourismus
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Das Plenum wurde, im Gegensatz zum bisherigen Usus der Konferenz, erst im Anschluss an die Workshops abgehalten. Zu seiner Eröffnung interviewte Moderatorin Dr. Barbara Rett prominente RepräsentantInnen des Tourismus und der Wirtschaft in Wien. Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner, gefragt nach dem „Ablaufdatum" des derzeitigen Booms in Wiens Tourismus vor dem Hintergrund der aktuellen Weltwirtschaftslage, verband Realismus mit Optimismus. Sie wies darauf hin, wie gut sich Wien im Krisenjahr 2009 geschlagen und schon im Jahr danach wieder einen Nächtigungsrekord erzielt hatte, und dass sich heuer schon der nächste ankündige. Von einem ähnlichen Szenario gehe sie auch aus, sollte die Weltwirtschaft abermals einbrechen. Zusätzlich betonte sie Wiens rechtzeitig erfolgte Investitionen in die Erschließung der sogenannten „neuen Märkte" China, Zentral- und Südamerika, Indien und die arabischen Länder in Asien, die sich mittlerweile allesamt als starke Quellmärkte erwiesen.

KommR.in Brigitte Jank, Präsidentin Wirtschaftskammer Wien
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Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin KommR.in Brigitte Jank betonte, der Tourismusbranche gehe es derzeit gut, wenn auch der Bettenzuwachs in der jüngsten Vergangenheit und näheren Zukunft eine Herausforderung sei und für eine neue Verteilung des Aufkommens in den Betrieben sorge. Sie hob vor allem den Zuwachs an 5-Sterne-Hotels hervor, den sie als zusätzlichen Impuls bezeichnete, der Wien ein wesentliches Stück internationaler mache und außerdem für den Umsatz gut wäre, weil er neue Gäste bringe. Bezüglich der Wien-BesucherInnen aus den „neuen Märkten" seien die Betriebe gefordert, Flexibilität zu beweisen, denn hier gelte es häufig, auf Spezialwünsche einzugehen. Dies sei aber nötig, um den Gästen das Gefühl zu geben, als individuelle Person wahrgenommen zu werden und willkommen zu sein.

Rudolf Kaske, Vorsitzender Gewerkschaft vida
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Rudolf Kaske, Vorsitzender der Sektion Persönliche Dienstleistungen in der Gewerkschaft vida, hielt einleitend fest, dass die im Zusammenhang mit der heuer erfolgten Arbeitsmarktöffnung heraufbeschworenen Schreckensszenarien allesamt nicht eingetroffen seien. Es ließe sich bereits absehen, dass das dadurch bewirkte zusätzliche Aufkommen an Arbeitssuchenden österreichweit gerade einmal 1 % im Jahr betragen werde. Dem Wiener Tourismus, wo derzeit rund 38.000 Angestellte beschäftigt seien, wäre Verstärkung aus diesen Reihen sogar sehr dienlich. Er sprach sich auch für möglichst große Sprachenvielfalt in den Tourismusbetrieben aus, denn schließlich sei die Welt zu groß, um mit Englisch und Französisch das Auslangen zu finden.

Bericht zum Tourismuskonzept Wien 2015

Norbert Kettner, Direktor WienTourismus
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Zur touristischen Entwicklung Wiens im laufenden Jahr und den aktuellen Stand der Umsetzung des Tourismuskonzepts Wien 2015 berichtete Tourismusdirektor Norbert Kettner. Das bei der Erstellung des Konzepts 2009 ins Auge gefasste Ziel unter der Kurzformel „100 und 1 und jetzt" (100 Millionen Euro mehr Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie, 1 Million mehr Nächtigungen als im damaligen Rekordjahr 2008) wurde aufgrund der unerwartet starken Nächtigungsentwicklung adaptiert auf „100 und 1, und jetzt noch mehr".

Bei dieser Gelegenheit klärte Kettner auch die vor dem Musikvereinsgebäude beim Eingang zur Tourismuskonferenz inszenierte Demonstration des „WienTaxis". - Die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema war durch einen in der Woche vor der Konferenz veröffentlichten ADAC-Test angeheizt worden, bei dem Wien im Vergleich der Taxi-Qualität in 22 europäischen Städten abgeschlagen auf Platz 18 gelandet war. - Keine Überraschung, aber eine willkommene zeitliche Koinzidenz für den WienTourismus, der seinerseits eine Qualitätsstudie zum Taxiwesen ins Wien beauftragt hatte, deren Ergebnisse jene des ADAC vollinhaltlich bestätigen. Um den daraus resultierenden Handlungsbedarf nachdrücklich zu unterstreichen, hatte der WienTourismus seine „Demonstration" zur Tourismuskonferenz längst vorbereitet.

Rund 330 BesucherInnen kamen zur Wiener Tourismuskonferenz in den Wiener Musikverein
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Als weiteres „Demonstrationsobjekt" hatte Kettner eine von Wiens typischen „Würfeluhren" zur Tourismuskonferenz mitgebracht, ausgeborgt von der Galerie Lichterloh. -.Diese gibt es schon seit 1907 und sie sind, wie Kettner bemerkte, ein besonders gutes Wien-typisches Beispiel für gelungene Stadtmöblierung.

Präsentation Norbert Kettner

Tourismuskonzept Wien 2015: Statusbericht 2011

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