Dr. Ulrich Reinhardt: „Dienen kommt vor dem Verdienen“

Er sieht Wiens Chancen, sich gegenüber der klassischen Urlaubskonkurrenz rund um das Mittelmeer, den inländischen Bergregionen und anderen Weltstädten behaupten zu können, vor allem im Kultur- und Dienstleistungsbereich: "Bei der inhaltlichen Ausrichtung", so der Tourismuswissenschaftler, „muss zweifellos das Kulturinteresse noch stärker berücksichtigt werden, sich hierbei aber gleichzeitig auch weiter in Richtung breiter kultureller Angebote öffnen, seien dies Musikfestivals oder Stadtteilfeste. Der Gast sucht authentische Erlebnisse, von denen er dann zu Hause berichten kann".

Daneben betonte er aber auch die Serviceorientierung, „die in sämtlichen Bereichen noch ausbaufähig ist: Dies betrifft etwa den Restaurantbesuch, die Hotelübernachtung oder den Einkaufsbummel. Einer aktuellen Umfrage nach glauben nur noch zwei von fünf Befragten, dass in Österreich der Kunde noch König sei. Dieses hat beispielsweise für den Einzelhandel weit reichende Folgen, so verlassen fast drei Viertel der Kunden das Geschäft, wenn sie unfreundlich bedient werden. Erst muss eine Dienstleistung erbracht werden, bevor ans Geld verdienen gedacht werden kann, denn: Dienen kommt vor dem Verdienen!"

Seine Ausführungen schloss Reinhardt mit der Botschaft: „Wenn Wien all dies konsequent und nachhaltig berücksichtigt, wird es auch in Zukunft für viele Zielgruppen eine Tourismusmetropole bleiben, in die sich eine Reise zu jeder Zeit lohnt."

Vortrag Dr. Ulrich Reinhardt

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