Wiener Tourismuskonferenz 2010: Next Generation

GR Fritz Strobl (2.v.l.) eröffnet die Wiener Tourismuskonferenz 2010 - Auftakt zu Standortbestimmung der Wiener Tourismusbranche und Blick in die Zukunft, mit KommR.in Brigitte Jank (4.v.l.), Rudolf Kaske (1.v.r.) und Tourismusdirektor Norbert Kettner (4.v.r.) mit den Referenten Dr. Ulrich Reinhardt (1.v.l.), DI Vanessa Borkmann (2.v.r.) und Dr. Karoline Simonitsch (3.v.r.). Moderiert wurde der Nachmittag von Dr. Barbara Rett (3.v.l.).

Wiener Tourismuskonferenz 2010: Pressefotos

In Eröffnungsinterviews befragte Moderatorin Dr. Barbara Rett prominente RepräsentantInnen des Tourismus und der Wirtschaft in Wien zu deren Sicht der aktuellen Entwicklung und den Herausforderungen, vor die Wien als Destination von der „next generation" gestellt wird. Der die kurzfristig terminlich verhinderte Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner vertretende GR Fritz Strobl, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien und des WienTourismus, betonte in seinem Statement, dass Wien heuer zwar bei den Nächtigungen sehr erfolgreich unterwegs sei, der Nächtigungsumsatz der Hotellerie aber noch im Hintertreffen liege. Er wies auf Innovationen hin, mit denen die Stadt Wien dazu beiträgt, die Destination für kommende Besuchergenerationen laufend attraktiv zu halten, und führte als Beispiele den neuen 24-Stunden-Service der U-Bahn am Wochenende und vor Feiertagen an sowie die Fortschritte bei der Neugestaltung der Uferregionen am Donaukanal.

Auf die Hotelpreise ging Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin KommR.in Brigitte Jank ein und gab zu bedenken, dass das in jüngster Zeit stark gewachsene Bettenangebot großen Druck ausübe. Sie warnte die Hoteliers aber davor, die Preise niedrig zu halten, weil dies auf längere Sicht niemandem einen Vorteil bringe. Die sinnvollere Strategie sei für jeden Betrieb, seine Einzigartigkeit herauszuarbeiten und sich darüber zu profilieren, denn der Trend gehe dahin, dass das Hotel selbst zur Destination werde. Sie wies darauf hin, dass es in den letzten Jahren einzelnen Hotels und Gastronomiebetrieben gelungen sein, durch ihre Innovationskraft ganze Viertel weiterzuentwickeln und neu zu beleben.

Die Bedeutung des menschlichen Faktors im Tourismus hob Rudolf Kaske, Vorsitzender der Sektion Persönliche Dienstleistungen in der Gewerkschaft vida, hervor, denn das Tourismusgeschäft sei ein Beziehungsgeschäft, in dem sich jeder einzelne Mitarbeiter tagtäglich neu beweisen müsse. Für die kommenden Generationen der im Tourismus Beschäftigen, sei daher Bildung der wichtigste Faktor, in den es zu investieren gelte. Vor allem Fremdsprachen seien gefragt, um mit Destinationen - etwa im Mittleren oder Nahen Osten - mithalten zu können, wo jeder Straßenverkäufer fünf Sprachen beherrsche. Unabdingbare Voraussetzung, um hochqualifizierte MitarbeiterInnen heranzuziehen, sei allerdings, ihnen auch soziale Standards auf entsprechendem Niveau zu bieten.

Tourismuskonzept Wien 2015, Vorträge und Workshops

Über Wiens touristische Performance im laufenden Jahr und die ersten Schritte zur Umsetzung des Tourismuskonzepts Wien 2015 berichtete Tourismusdirektor Norbert Kettner. Das Konzept war bei der vorjährigen Tourismuskonferenz vorgestellt worden und zielt unter der Kurzformel „100 und 1 und jetzt" darauf ab, bis 2015 den Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie gegenüber dem Rekordjahr 2008 um 100 Millionen Euro zu steigern und das jährliche Nächtigungsvolumen um 1 Million.

Bericht von Tourismusdirektor Kettner

Als Key-Note-Speaker der Konferenz referierte Dr. Ulrich Reinhardt, Vorstandsmitglied der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg, über „Die Zukunft des Städtetourismus", was durch den Vortrag von Michael Widmann, Geschäftsführer der Beratungsfirma PKF hotelexperts Österreich über „Lebensstile der Zukunft" vertieft wurde. In Workshops widmeten sich DI Vanessa Borkmann vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation dem „Hotel der Zukunft", und die Expertin für neue Medien Dr. Karoline Simonitsch der „Kommunikation der Zukunft".

Vortrag Dr. Ulrich Reinhardt

Vortrag DI Vanessa Borkmann

Workshop Dr. Karoline Simonitsch

Blickfang City Shades

Als Blickfang vor dem Plenarsaal gab es die beleuchteten über drei Meter hohen "City Shades: Vienna, Moscow, New York" des Designers Maxim Velčovský, zu bewundern. Sie sind aus Teilen von Lustern und Trinkgläsern zusammengesetzt, die alle aus der Werkstatt der Glasmanufaktur Lobmeyr stammen. Velčovský schuf daraus Silhouetten von drei Städten, in denen man beeindruckenden Lobmeyr-Werken begegnet: den Lustern in der New Yorker Metropolitan Opera und im Moskauer Kreml und selbstverständlich vielen Beispielen in Wien. Die „City Shades" werden vom WienTourismus zu besonderen Anlässen im Ausland eingesetzt: Premiere war bei der ITB 2009 in Berlin, danach hatten sie einen Auftritt in Japan bei der Großpräsentation „SPOT ON WIEN - Flashing Austrian Design and Music" im Rahmen der Tokyo Designers' Week 2009, nun waren sie erstmals in Wien zu sehen.

Rückblick:
Wiener Tourismuskonferenz 2009

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