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© WienTourismus / Peter Rigaud

Neue WIFO-Analyse für Wien

Auf Basis der bisher bekannten Daten hat WIFO-Ökonom Oliver Fritz sechs neue Szenarien zur Entwicklung des Tourismus in Wien erstellt. Er geht davon aus, dass die Beherbergungsbetriebe bis Ende Juni geschlossen sein werden und ab Juli wieder mit Nächtigungen zu rechnen sei. Fritz prognostiziert, dass sich der Inlandstourismus früher erholt als die übrigen Herkunftsmärkte, insbesondere die Fernmärkte. Zudem rechnet er damit, dass sich Deutschland rascher erholen wird als andere Nahmärkte. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass für Deutschland wichtige Reiseziele wie Italien und Spanien stärker von der Pandemie betroffen sind und die deutschen Gäste daher stattdessen verstärkt nach Österreich reisen könnten. Alle sechs Szenarien - jeweils als Momentaufnahme zu verstehen - prognostizieren, dass sich der Heimmarkt Österreich mit Juli oder August wieder erholen wird, Deutschland zwischen August und Oktober. Darüber hinaus fällt auf, dass die negative Entwicklung bei den internationalen Nächtigungen (insbesondere aus Fernmärkten) deutlich stärker ausgeprägt ist als beim Inlandstourismus. Die sich daraus ergebenden Nächtigungsrückgänge für das Gesamtjahr 2020 im Vergleich zu 2019 reichen von -39% bei Szenario 1 bis zu -35% bei Szenario 6 (als Erholung wird +/-0% oder Zuwächse zum Vorjahr gewertet).

  • Szenario 1 - Erholung AT August, Erholung DE Oktober: -39%
  • Szenario 2 - Erholung AT August, Erholung DE Oktober: -38%
  • Szenario 3 - Erholung AT Juli, Erholung DE Oktober: -38%
  • Szenario 4 - Erholung AT August, Erholung DE September: -38%
  • Szenario 5 - Erholung AT August, Erholung DE August: -36%
  • Szenario 6 - Erholung AT Juli, Erholung DE August: -35%

Das WIFO weist allerdings darauf hin, dass die Analyse mit vielen Unsicherheiten behaftet ist. Es sei noch nicht absehbar, wie lange die medizinische Krise tatsächlich anhalten wird, wie schwer die Auswirkungen auf die Wirtschaft sein werden und wie sich jene Faktoren entwickeln, die einen direkten Einfluss auf das Reisen haben (Urlaubsabbau, Arbeitslosigkeit, geschlossene Grenzen, etc.).

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