Unterstützungsmaßnahmen

Bundesministerien

  • Seit 20.4. gibt es eine Corona-Hotline des Finanzministeriums (050/ 233 770) für wirtschaftliche Fragen, u.a. zu den verschiedenen Hilfsfonds, Kurzarbeit, Steuerstundungen und Fristenverlängerungen: Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12 Uhr; schriftliche Anfragen an , nähere Infos unter https://www.bmf.gv.at/public/top-themen/hotline.html 
  • 15 Mrd. Euro Corona-Hilfsfonds für Unternehmen, die in einem großen Ausmaß direkt von der Corona-Krise betroffen sind, insbesondere aus Branchen wie Gastronomie, Tourismus und Handel. 
  • Mit Garantien der Republik und direkten Zuschüssen soll der Liquiditätsbedarf von Unternehmen abgedeckt werden. 
  • Die Garantie der Republik deckt bis zu 100 % der Kreditsumme ab, damit werden Betriebsmittelkredite gesichert. Beantragungen sind seit 8. April möglich. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, deren Standort und Geschäftstätigkeit in Österreich liegen, und es muss ein Liquiditätsbedarf für den heimischen Standort bestehen. 
  • Der gestaffelte Fixkostenzuschuss mit einer Ersatzleistung zwischen 25 % und 75 % abhängig vom Umsatzausfall des Unternehmens kann ab dem 20. Mai beantragt werden. Jene Unternehmen sind anspruchsberechtigt, deren Standort und Geschäftstätigkeit in Österreich sind, auch die Fixkosten müssen in Österreich operativ angefallen sein. Voraussetzung ist u.a. ein Umsatzverlust von zumindest 40% im Jahr 2020, verursacht durch die Ausbreitung von COVID-19.
    Nähere Infos: www.fixkostenzuschuss.at und www.bmf.gv.at/public/top-themen/corona-hilfspaket-faq.html
  • Am 27. Mai 2020 haben Tourismusministerin Köstinger und Arbeitsministerin Aschbacher Eckpunkte für einen „Neustartbonus“ vorgestellt. Die Regierung will damit die Anstellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erleichtern, die wegen der Coronakrise noch nicht in Vollzeit beschäftigt werden können. Der Neustartbonus soll das Teilzeitgehalt auf 80 Prozent der Vollzeitsumme aufbessern. Beantragt werden kann der Bonus seit Mitte Juni über das AMS. Weitere Details zum Neustartbonus sind in den FAQ des Arbeitsministeriums zu finden.
  • Am 10. Juni hat die Regierung mitgeteilt den Fixkostenzuschuss ausbauen und verlängern zu wollen. Außerdem soll es ein Kreditmoratorium und die Möglichkeit eines Verlustrücktrags für das Jahr 2020 geben. Weitere Details und Informationen dazu sind auf www.sichere-gastfreundschaft.at zu finden.
  • „Wirtshauspaket“ in der Höhe von 500 Mio. Euro - Mix aus steuerlichen und bürokratischen Entlastungen:

  • Senkung der Umsatzsteuer auf alkoholfreie Getränke in Gaststätten von 20% auf 10% (befristet bis Ende 2020)
  • Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierungsgrenzen
  • Anhebung der Höchstgrenze für steuerfreie Essens-Gutscheine von derzeit 4,4 Euro auf 8 Euro (im Gasthaus verwendbar) und von 1,1 Euro auf 2 Euro (für Lebensmittelgeschäfte)
  • Absetzbarkeit von Geschäftsessen von 50% auf 75% erhöht
  • Abschaffung der Schaumweinsteuer
  • Wiedereinführung der Aushilfskräfteregelung für die Gastwirtschaft (ArbeitnehmerInnen, die sozialversichert sind, können in der Gastwirtschaft steuer- und sozialversicherungsfrei über einen längeren Zeitraum hinaus angestellt werden)

+++UPDATE: Mit 1. Juli wird der Umsatzsteuersatz auf Speisen und Getränke in der Gastronomie auf 5% gesenkt.

Details unter www.sichere-gastfreundschaft.at sowie in den FAQ des Finanzministeriums

Coronavirus-Maßnahmen­paket für den Tourismus vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) und der Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Der Haftungsrahmen für Überbrückungskredite wurde von bisher 100 Mio. Euro auf bis zu 1 Mrd. Euro erhöht. Sechs Bundesländer – darunter auch Wien – übernehmen dabei die Zinskosten für ihre Betriebe. Außerdem bietet die ÖHT ihren Kreditnehmern an, die Tilgungen für 2020 zu stunden. Es müssen also nur Zinsen bezahlt, aber kein Kapital zurückgezahlt werden.
Wer kann einreichen? - Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) der Tourismus- und Freizeitwirtschaft
Was? - Bundeshaftung i.H.v. bis zu 100% für Überbrückungsfinanzierungen

Das Formular sowie alle Informationen zu Antrag und Abwicklung finden Sie auf der Website der ÖHT 

Steuerliche Erleichterungen sowie Aussetzen von Gebühren, um die Liquidität der Unternehmen zu verbessern - Informationen und Antragsformulare auf der Website des Finanzministeriums 

Überblick des Tourismusministeriums zu aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung

Stadt Wien

Wirtschaftskammer

Härtefallfonds: Es geht um einmalige Zuschüsse als Sicherheitsnetz für Selbständige. Berechtigte sind: Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern, neue Selbständige, freie DienstnehmerInnen, Non-Profit Organisationen, landwirtschaftliche Betriebe und Privatzimmervermieter, die durch die Corona-Krise betroffen sind. Anträge können seit dem 27.3. gestellt werden. Der Betrachtungszeitraum wird um weitere 3 Monate bis zum 15.9. erweitert. Mit 20. April beginnt die zweite Phase des mit insgesamt 2 Mrd. € dotierten Härtefallfonds, bis 31. Dezember 2020 können die Fördermittel online beantragt werden: https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-epu-kleinunternehmen.html

Corona-Virus Infopoint der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für österreichische Tourismusbetriebe, Reiseveranstalter, etc.: 0590900-4352, , Informationen unter www.wko.at/service/aussenwirtschaft/coronavirus-wirtschaftskammer-als-anlaufstelle.html
Coronavirus: WK Wien Zuschüsse für Kleinbetriebe: www.wko.at/service/w/corona-hilfe-wiener-kleinbetriebe.html

Kurzarbeit für Tourismusbetriebe

Seit 21. April 2020 kann Kurzarbeitsbeihilfe rückwirkend ab 1. April beantragt werden.
Sozialpartner und Bundesregierung einigten sich am 17.3. auf ein neues Kurzarbeitsmodell, das Erleichterungen vor allem für die von Covid-19 so schwer getroffene Tourismusbranche enthält. Das Kurzarbeitsmodell wurde vor allem an die Bedürfnisse der Dienstleistungsbranche angepasst, um MitarbeiterInnen im Unternehmen halten zu können, auch wenn die Tätigkeiten im Betrieb vorerst auf ein Minimum reduziert werden müssen. Das neue Modell ist allen Unternehmen zugänglich, unabhängig von der Größe oder Branche. Die folgenden Maßnahmen wurden vereinbart:
  • Die Sozialversicherungsbeiträge des Dienstgebers bemessen sich am Entgelt vor der Kurzarbeit. Im neuen Kurzarbeitsmodell werden auch diese erhöhten Beiträge ab dem ersten Monat vom AMS übernommen.
  • Der Erstkontakt mit dem AMS kann per Mail oder telefonisch erfolgen.
  • Beschäftigte sind dazu aufgefordert, Urlaub und Zeitguthaben vor und während der Kurzarbeit zur Gänze zu konsumieren. 
  • Entfall der 10 Prozent-Beschäftigungsgrenze: Gekürzte Normalarbeitszeit muss nur im Durchschnitt des Durchrechnungszeitraumes zwischen 10 und 90 Prozent liegen, längere Zeiträume mit einer Wochenarbeitszeit von 0 Stunden können vereinbart werden. 
  • Die Kurzarbeitsbeihilfe des AMS bemisst sich am Nettoentgelt des Arbeitnehmers vor Kurzarbeit und garantiert ein Mindesteinkommen: Nettoersatzraten zwischen 80-90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts.
  • Die COVID-19-Kurzarbeit kann vorerst für bis zu 3 Monate abgeschlossen werden (März, April, Mai). Bei Bedarf ist eine Verlängerung um weitere 3 Monate möglich. >> Hinweis: Für alle, die schon seit 01. März 2020 in Kurzarbeit sind, laufen in der KW 22 die ersten 3 Monate aus. Das Begehren um Verlängerung einer Kurzarbeitsbeihilfe können laut Information des AMS auch noch rückwirkend gestellt werden – allerdings müssen Betriebe, die mit 01. Juni 2020 erstmals in die Kurzarbeit einsteigen wollen, den Antrag vor dem 01. Juni via AMS einbringen.
  • Bei besonderen Verhältnissen ist ein Entfall der Behaltefrist zu verhandeln.
Nähere Informationen zur Corona-Kurzarbeit auf der Website des Arbeitsmarktservice (AMS) und in den FAQ der Wirtschaftskammer
Alle Informationen zur Corona-Kurzarbeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter www.coronakurzarbeit.at.

     

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