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Junges Paar in Abendkleidung auf der Treppe der Albertina

Gerard Brown: Die Rolle von Airlines im globalen Tourismus

Gerard Brown, International Tourism Director UBM plc, Manchester
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Dafür, dass sich diese Entwicklungen fortsetzen werden, sorgen laut Brown Trends wie u.a. Bevölkerungswachstum, das Wachsen von Städten und der verstärkte Zuzug in diese sowie die sich kräftig entwickelnden außereuropäischen „emerging markets“, deren wachsende Mittelschicht sich Flugreisen zusehends leichter leisten kann.

Destinationen sollten, so Brown, ihre Strategie entsprechend ausrichten und dabei der „Routenentwicklung“ prominenten Stellenwert geben. Dazu gehören die Etablierung neuer Strecken, die Akquisition neuer Fluglinien, Bemühungen um zusätzliche Frequenzen und erhöhte Sitzplatzkapazitäten. Dabei betont er: „Die Verantwortung für eine effiziente, systematische Routenentwicklung liegt bei der Gesamtdestination bzw. folgenden Repräsentanten dort: nationale und lokale Behörden, Flughafen, Tourismusorganisation, wirtschaftliche Interessensvertretungen und Reiseindustrie. Wenn diese gegenüber Fluglinien gemeinsam und als Einheit auftreten, erhöht das die Erfolgschancen signifikant.” Sein Insider-Wissen bezieht er aus einer Befragung jener Leute, die weltweit über die Aufnahme neuer Flüge entscheiden – die Airline-Netzwerkplaner. Was diese als für sie wichtig bezeichnen, sind nicht so sehr unmittelbar flugbezogene Informationen (diese haben sie selbst am genauesten), sondern Daten zur Destination wie etwa Bevölkerungsstand bzw. -entwicklung, Bruttonational- bzw. –regionalprodukt, Einkommensverhältnisse, Industrie- und Wirtschaftskapazität, Tourismus-Aufkommen und Attraktionen, regionale wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklungspläne.

Die Airline-Netzwerkplaner machen auch kein Geheimnis daraus, dass ihre Entscheidungen stark davon abhängen, ob die oben genannten Repräsentanten einer Destination zu finanziellen Investitionen bereit sind: Incentives aller Art für Routeneinführungen – auch bei den Flughafengebühren – gehören ebenso dazu wie Marketing-Partner, die zur Bewerbung einer neuen Strecke auch Budget einbringen. Der Flughafen ist dabei zwar von zentraler Bedeutung, doch kann er, wie Brown erklärt, das nicht alleine bewältigen und finanzieren, sondern braucht dazu die Unterstützung aller genannten Kräfte in der Destination.

Als Beispiele von Destinationen, die solche Routenentwicklung schon erfolgreich betreiben, nennt Brown Australien und Barcelona. Dort wurden dafür eigene Arbeitseinheiten gegründet – die „Tourism Access Working Group“ bzw. das „Barcelona Air Route Development Committee“ –, wo Flughafen, Tourismusorganisation, Regierung und die anderen relevanten Repräsentanten gemeinsam agieren. Dazu gehören auch Auftritte bei Leit-Events des Flugwesens, um das Destinationsprofil bei der relevanten Zielgruppe zu schärfen. Weltweit das größte davon ist „World Routes“, wo jährlich rund 3.000 VertreterInnen von Flughäfen, Fluglinien und Tourismus ca. 10.000 Route-Development Meetings abhalten.

Präsentation Gerard Brown

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