Gemälde "Der Kuss" von Gustav Klimt
© Belvedere, Wien

Wien ist kunstvoll

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Die Albertina, ein ehemaliges Palais der Habsburger, beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Hier finden bedeutende Ausstellungen statt, und auch die hauseigene Sammlung ist spektakulär, zeigt sie doch mit Namen wie Matisse, Renoir und Miro auf. Ganz den alten Meistern verbunden präsentiert sich das Kunsthistorische Museum Wien an der Ringstraße. Kunstschätze aus allen bedeutenden Epochen werden hier zur Schau gestellt, allen voran die Meisterwerke aus Renaissance und Barock: Rubens, Tizian, Rembrandt, Raffael sowie die weltweit größte Bruegel-Sammlung. Die Kunstkammer zählt zu den bedeutendsten der Welt: Mehr als 2.100 Objekte, die von den Habsburgern über Jahrhunderte gesammelt wurde, sind hier zu sehen.

Im barocken Schloss Belvedere befindet sich die weltgrößte Sammlung von Klimt-Gemälden, darunter auch der berühmte „Kuss“. Am Karlsplatz leuchtet Ihnen das Ausstellungshaus von Klimts Künstlergruppe, die Secession entgegen. Während im Untergeschoß Klimts weltberühmter „Beethovenfries“ zu bewundern ist, wird im Hauptaustellungsraum zeitgenössische Kunst präsentiert.

Namhafte Künstler des 20. Jahrhunderts sind mit ihren Werken im MuseumsQuartier vertreten. Einst vom Barock-Architekten Fischer von Erlach erbaut, haben sich die ehemaligen Hofstallungen heute als selbständiges Stadtviertel etabliert. Neben dem Leopold Museum – die Schiele-Sammlung hat Weltruf – erfüllen das Museum Moderner Kunst (mumok), die Kunsthalle Wien, das Architekturzentrum, das Designforum, Shops, Cafés, und Restaurants den Platz mit Leben. Das Belvedere 21 nahe dem Oberen Belvedere, 1958 für die Weltausstellung gebaut, wurde renoviert und zeigt österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit 2020 ist Wien um ein weiteres Museum für zeitgenössische Kunst reicher: Die Albertina modern bespielt als Dependance der weltberühmten Albertina rund 2.500 m² im rundumerneuerten Künstlerhaus. Die wichtigste Sammlung österreichischer Kunst nach 1945, die Sammlung Essl sowie die Sammlung Jablonka bilden das Fundament des neuen Kunst-Hot-Spots. Zahlreiche Galerien, vor allem im 1. und 4. Bezirk, bieten ebenfalls Zeitgenössisches an und punkten mit kleinen, aber feinen Ausstellungen in ihren Räumlichkeiten. Und eine historische Brotfabrik im 10. Bezirk ist mittlerweile Heimat von mehr als zehn zeitgenössischen Kunstinstitutionen, darunter die Galerie OstLicht, die sich gemeinsam mit dem WestLicht ganz der Fotografie verschrieben hat.

Fotokunst gibt es auch im Kunst Haus Wien zu bewundern, das vom berühmten Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser – gemeinsam mit dem nahe gelegenen Hundertwasserhaus – in seinem ganz eigenen Stil gestaltet wurde.

Junge Künstler machen auch jedes Jahr im Herbst auf den Kunstmessen viennacontemporary und Parallel Vienna, beim Galerienfestival curated by sowie im November bei der Vienna Art Week von sich reden. Seit 2019 gibt es das Festival „Foto Wien“, das ein Monat lang Fotoausstellungen in der ganzen Stadt organisiert. Diese besondere Foto-Schau findet allerdings nur alle zwei Jahre statt. Heimische Kreative zeigen ihr Schaffen auch bei der „Vienna Design Week“. Stars der österreichischen und internationalen Kunstszene sind immer wieder in der Albertina modern, im Belvedere 21, im mumok und im MAK, dem Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst präsent.

Nach dem Museumsbesuch empfiehlt sich übrigens eine Rast in einem traditionellen Kaffeehaus. Nehmen Sie Platz – mit ein wenig Glück auf einem Thonet-Sessel –, und lassen Sie sich verwöhnen. Auch das gehört in Wien zur Kultur.

Infos: www.wien.info

Zahlen und Fakten „Kunst“

  • Weltgrößte Sammlung an Gemälden von Gustav Klimt im Oberen Belvedere: 24 Gemälde (inkl. „Der Kuss“). (Quelle: www.belvedere.at)
  • Weltgrößte Sammlung an Zeichnungen von Gustav Klimt im Wien Museum: 400 Zeichnungen (nicht permanent zu sehen). (Quelle: www.wien.gv.at/presse/2012/05/15/weltweit-groesste-klimt-sammlung-im-wien-museum)
  • Weltgrößte Egon-Schiele-Sammlung im Leopold Museum: 42 Gemälde und 187 Original-Grafiken (Zeichnungen und farbige Blätter) und Autografen (Briefe u. ä.). (Quelle: www.leopoldmuseum.org/de/sammlung/egon-schiele)
  • Kunsthistorisches Museum Wien:
    - 12 Gemälde von Pieter Bruegel dem Älteren – weltgrößte Sammlung
    - weltgrößte Sammlung flämischer Malerei: 800 Gemälde
    - eine der größten Sammlungen venezianischer Malerei der Welt (mit Bildern aus allen Schaffensperioden Tizians): 400 Gemälde
    - größte und bedeutendste Kunstkammer der Welt: 2.200 Objekte
    (Quelle: Kunsthistorisches Museum Wien )
  • Das Kunsthistorische Museum Wien wurde 2017 vom Condé Nast Traveler zu den 15 schönsten Museen der Welt gewählt. (Quelle: www.cntraveler.com/galleries/2016-02-25/the-most-beautiful-museums-in-the-world)
  • Albertina: eine der größten grafischen Sammlungen der Welt – rund 900.000 Druckgrafiken und etwa 50.000 Zeichnungen und Aquarelle (inkl. Albrecht Dürers „Feldhase“, der allerdings nicht permanent zu sehen ist). (Quelle: sammlungenonline.albertina.at)
  • MuseumsQuartier: eines der größten Kulturareale der Welt (87.800 m² Gesamtfläche). (Quelle: www.mqw.at)
  • Die Sammlung des mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien umfasst rund 10.000 Werke. Es ist damit das größte Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Mitteleuropa, das auch die weltweit größte Museumssammlung zum Wiener Aktionismus besitzt. (Quelle: www.mumok.at/de/uber-mumok)
  • Am Weltmarkt für Kunstauktionen hielt Österreich (zu einem Großteil durch Wien bedingt) 2018 einen Marktanteil von 1 Prozent (gleich viel wie Deutschland, Italien oder Schweiz). (Quelle: The Art Market 2019. An Art Basel & UBS Report. Herausgegeben von Dr. Clare McAndrew, Founder of Arts Economics)
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