Herbstliche Weingärten
© WienTourismus / Peter Rigaud

Wien ist genussvoll

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Die Wiener haben's gerne einfach und gemütlich. Dementsprechend behaglich sind die Wiener „Beisl“. Diese Gaststätten servieren seit jeher solide, schmackhafte Hausmannskost – vom Schnitzel bis zum Gulasch, von der gerösteten Leber bis zum Kaiserschmarren. Gerade diese Beständigkeit hat zu jener Renaissance der Beisl-Kultur geführt, die in bekannten Gaststätten wie „Ubl“, dem „Gasthaus Wolf“ oder im „Glacis Beisl“ ebenso gefeiert wird wie beim vielzitierten Wirten am Eck.

Nicht nur dort schätzt man übrigens die guten Tropfen, die die 700 Hektar Wiener Weingärten hervorbringen. Auch die hiesige Spitzengastronomie ist längst von Riesling und Weißburgunder aus Wien überzeugt. Und vom Wiener Gemischten Satz. Bei dieser Spezialität, die sogar mit dem DAC-Gütesiegel ausgezeichnet ist, werden die Trauben von mindestens drei Weißweinsorten gemeinsam ausgepflanzt und gekeltert. Vor allem aber die Besucher des „Heurigen“ genießen junge wie alte Wiener Weine zu den deftigen Schmankerln vom Buffet. Zu finden sind diese romantisch-gemütlichen Tavernen zu Dutzenden in den Weinorten am Stadtrand wie Grinzing und Nussdorf.

Die Wiener Heurigenkultur zählt übrigens ebenso wie die traditionelle Wiener Kaffeehauskultur zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Das Wiener Kaffeehaus gilt seit eh und je als Oase der Gemütlichkeit. Traditionscafés wie das „Central“, das „Landtmann“, das „Museum“ oder der „Demel“ locken mit vielfältigen Kaffee-Variationen, internationalen Zeitungen und Mehlspeis-Kreationen. Moderne Vertreter des Genres wie das „Ansari“, „Balthasar“ oder „Supersense“ bereichern die Tradition durch stylishes Flair. Mit dem Café verwandt ist die Konditorei. Deren zentrales Angebot, Torten und Kuchen, garantiert mit Gugelhupf, Sachertorte & Co. Wienerisches „Dolce Vita“. Chocolaterien wie „Xocolat“, „Fruth“ und „Blühendes Konfekt“ bieten ebenfalls süße Verlockungen.

Auch in Wien stehen Gourmet-Tempel an einem Ende der Genuss-Skala – etwa das Restaurant Amador, das Restaurant von Konstantin Filippou oder das Steirereck im Stadtpark, das auf Platz 17 der „World's 50 Best“ rangiert. Am anderen Ende der Skala wartet auch hierorts ... Fast Food! Allerdings mit speziell Wienerischer Note: Ein Abstecher zum Würstelstand – vor allem nach dem Ball-, manchmal auch nach dem Konzert- oder Opernbesuch – gehört zum guten Ton.

Die Stadt wartet mit einer Fülle verschiedenartiger Geschmackserlebnisse auf, von bodenständig über „bio“ bis „ethno“. Angebote, die meist ideal kombiniert werden mit überraschendem Ambiente: Ganz gleich, ob man aussichtsreich im Restaurant „Das Loft“ im Jean-Nouvel-Tower am Donaukanal speist oder einen Drink in der einst vom Architektur-Erneuerer Adolf Loos eingerichteten „American Bar“ nimmt: Schau- und Geschmackserlebnis gehen Hand in Hand.

In der Donaumetropole lässt sich in jedem Stadtteil Genussvolles finden. Dennoch: Einige Regionen locken die Gourmets auf engem Raum mit enormer Vielfalt. Zum Beispiel der Naschmarkt. Dieser wohl faszinierendste Wiener Markt bietet Exotisches aus aller Welt ebenso wie eine Vielzahl angesagter Gastronomie-Einrichtungen am Markt und in den Gassen rundum – vom „Market“ bis zum „Amacord“. Am Brunnen- und Yppenmarkt locken trendige Lokale wie das „Wetter“ und das „An-Do“, ums Eck vom Karmelitermarkt machen die „Schöne Perle“ und „Pizza Mari“ von sich reden. Kulinarisch erlebenswert sind auch die Lokalviertel am Spittelberg, im Servitenviertel, um den Margaretenplatz und im Freihausviertel.

Zahlreiche kulinarische Events – vom Genussfestival im Stadtpark über den Wiener Weinwandertag bis zum Schneckenfestival und speziellen Restaurantwochen – ergänzen den Reigen der Köstlichkeiten um weitere sinnliche Facetten.

Infos: www.wien.info

Zahlen und Fakten „Genuss“

  • Wiener Küche: Wien ist als einzige Stadt der Welt Namensgeber eines eigenständigen Speisen-Stils
  • Rund 8.200 Lokale – vom Restaurant bis zum Kaffeehaus (Quelle: Jahresstatistik 2018 Wirtschaftskammer Wien)
  • Rund 2.300 Kaffeehäuser aller Art – vom Traditionscafé bis zum Espresso (Quelle: Jahresstatistik 2018 Wirtschaftskammer Wien)
  • Nationales Verzeichnis des immateriellen UNESCO-Kulturerbes in Österreich: Traditionelle Wiener Kaffeehauskultur (seit 2011 auf der Liste), Wiener Heurigenkultur (seit 2019 auf der Liste) immaterielles Kulturerbe der UNESCO
  • Rund 3.500 Schanigärten (Quelle: Wirtschaftskammer Wien)
  • 13 Wiener Restaurants vom Guide Michelin ausgezeichnet: Restaurant Amador ist erstes 3-Sterne-Restaurant Österreichs. Restaurant Steirereck, Silvio Nickol Gourmet Restaurant im Palais Coburg, Konstantin Filippou und Mraz & Sohn haben jeweils 2 Sterne, 8 weitere Restaurants jeweils 1 Stern (Quelle: Guide Michelin „Main Cities of Europe 2019“)
  • 140 Haubenlokale nach Gault Millau 2020 in Wien
  • Restaurant Steirereck: Platz 17 der World‘s 50 Best Restaurants (Quelle: www.theworlds50best.com )
  • Palais Coburg wurde vom britischen Weinmagazin „The World of Fine Wine“ aus 4.500 Spitzenrestaurants weltweit 2017 zum zweiten Mal mit dem Titel „Beste Weinkarte der Welt“ prämiert (zuletzt 2014)
  • 100 Heurige und Buschenschanken mit Wein aus eigenem Anbau (Quelle: Landwirtschaftskammer Wien)
  • Wien ist die einzige Metropole weltweit mit nennenswertem Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen: Weinbaufläche rund 700 Hektar, 145 Weinbaubetriebe (exklusive Hobby-Winzer), (Quelle: Landwirtschaftskammer Wien)
  • Ein Drittel der Weinanbaufläche in Wien ist biologisch (Quelle: Jahrestätigkeitsbericht 2018 der Landwirtschaftskammer Wien)
  • Wiener Gemischte Satz: von Slow Food als Presidio-Produkt ausgezeichnet und seit 2013 auch DAC-Status
  • Auf 80 Prozent der Weinanbaufläche wird Weißwein kultiviert, auf einem Viertel der gesamten Rebfläche der Wiener Gemischte Satz (Quelle: Landwirtschaftskammer Wien)
  • 645 Wiener Landwirte (Quelle: Wiener Landwirtschaftsbericht 2017, erscheint alle 2 Jahre)
  • Landwirtschaftliche Fläche: 14 % der Gesamtfläche, das sind rund 5.700 Hektar (Quelle: Wiener Landwirtschaftsbericht 2017, erscheint alle 2 Jahre)
  • 32 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Wien wird biologisch bewirtschaftet, damit zählt Wien zu den führenden Bundesländern (Quelle: Jahrestätigkeitsbericht 2018 der Landwirtschaftskammer Wien)
  • Rund 30 gemeldete Weihnachtsmärkte und marktähnliche Weihnachtsveranstaltungen (lt. Aufstellung auf www.wien.gv.at)
  • Das Grätzel rund um den Yppenplatz und Brunnenmarkt zählt zu den Top-50-Trendviertel im Ranking des Magazins „Time Out“. Darin sind Viertel abseits der touristischen Hot Spots gelistet, in denen sich Touristen wie Einheimische fühlen.

Die Wiener Heurigenkultur zählt übrigens ebenso wie die traditionelle Wiener Kaffeehauskultur zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Das Wiener Kaffeehaus gilt seit eh und je als Oase der Gemütlichkeit. Traditionscafés wie das „Central“, das „Landtmann“, das „Museum“ oder der „Demel“ locken mit vielfältigen Kaffee-Variationen, internationalen Zeitungen und Mehlspeis-Kreationen. Moderne Vertreter des Genres wie das „Ansari“, „Balthasar“ oder „Supersense“ bereichern die Tradition durch stylishes Flair. Mit dem Café verwandt ist die Konditorei. Deren zentrales Angebot, Torten und Kuchen, garantiert mit Gugelhupf, Sachertorte & Co. Wienerisches „Dolce Vita“. Chocolaterien wie „Xocolat“, „Fruth“ und „Blühendes Konfekt“ bieten ebenfalls süße Verlockungen.

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