© WienTourismus/Peter Rigaud

Marketing 2020: Kooperation mit Airlines & Bahn

2019 hat der WienTourismus insgesamt 26 Marketing-Preise, darunter Awards des Art Directors Club, Effies und WebAds erhalten. Für seine Kampagnen im Jahr 2020 steht ihm ein Marketing-Budget von 13,5 Millionen Euro für 17 Märkte zur Verfügung. „Wir haben unser Marktbearbeitungsmodell weiterentwickelt, werden Polen und Rumänien nicht mehr aktiv bearbeiten“, erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner. Verstärkt wird das Budget auf acht Märkten von Austrian Airlines, der gemeinsame Aufwand beträgt rund 1,6 Millionen Euro. Eingesetzt wird es im Rahmen von 360°-Kampagnen, im Digitalmarketing sowie bei Kooperationen mit Flugbuchungs- und Reiseportalen.

Austrian Airlines: Passagierrekord und acht neue Destinationen

„Das vergangene Jahr war ein heiß umkämpftes in der österreichischen Luftfahrt. Während das Augenmerk von Austrian Airlines auf nachhaltigem Wachstum liegt, wurde der Markt von Billigsttickets unserer Mitbewerber überschwemmt, die ökologisch, ökonomisch und sozialpolitisch unverantwortbar sind. Dennoch konnten wir unsere Position am Flughafen Wien erfolgreich verteidigen. Mit rund 14,7 Millionen Passagieren verzeichnen wir 2019 erneut einen Passagierrekord. Auch 2020 bauen wir unser Netzwerk mit gleich acht neuen Destinationen weiter aus. Denn wir sind überzeugt, dass Wien einen starken Netzwerkcarrier braucht, der internationalen Fluggästen – und damit TouristInnen – entsprechende Qualität und Zuverlässigkeit bietet“, so Andreas Otto, Vorstandsmitglied und CCO von Austrian Airlines. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir unseren Fokus auf der Langstrecke auf Nordamerika gelegt und unser Flugangebot entsprechend aufgestockt. 2020 nehmen wir mit Boston eine weitere vielversprechende US-Strecke in unser Programm auf.“ Die Region zählt zu den zehn größten Ballungsräumen in Nordamerika. „Wien hat TouristInnen aus der US-Metropole mit seinem vielseitigen Angebot jedenfalls einiges zu bieten – und auch Transferpassagiere profitieren von der neuen Verbindung, denn unser Drehkreuz in Wien bietet beste Umsteigeverbindungen nach Zentral- und Osteuropa“, ergänzt Otto.

Strategische Konzentration der Flotte auf Wien

„Auch die Nachfrage aus Japan ist ungebrochen hoch. Aus diesem Grund starten wir unsere saisonale Verbindung 2020 bereits zwei Wochen früher als geplant“, so Otto. Und auch in Europa gibt es einige neue Verbindungen des österreichischen Home-Carriers. „Wir haben im vergangenen Jahr die strategische Konzentration unserer Kapazitäten auf Wien beschlossen. Diese setzen wir nun um und bauen auch innerhalb Europas unser Streckennetz aus. Seit diesem Jahr bedienen wir nun Rom, Barcelona, Birmingham und Nürnberg. Zadar folgt mit dem Sommerflugplan. Gemeinsam mit dem WienTourismus wollen wir auch in diesem Jahr die Attraktivität von Wien als Reiseziel weiter stärken und hierfür unsere Marketingaktivitäten in ausgewählten Märkten bündeln. Statt auf künstliche Nachfrage konzentrieren wir uns dabei auf nachhaltiges Wachstum – unter Rücksichtnahme von Umwelt- und Sozialstandards – und Premium Qualität“, betont Otto.

Kettner: „Tickets um 9 Euro sind nicht nachhaltig“

„Wachstum, aber nicht um jeden Preis – so lautet die Devise im Smart Air Service Development. Auch ich bin der Meinung: Tickets um 9 Euro sind weder ökologisch, ökonomisch noch sozial nachhaltig. Unser Fokus liegt auf Langstreckenverbindungen und Netzwerk-Carriern, die den Standort und die Drehkreuzfunktion Wiens stärken. Wir setzen auf die bewährte Partnerschaft mit Austrian Airlines als starken Home Carrier, kooperieren aktuell in kleinerem Rahmen auch mit Air Canada und Qatar Airways“, erklärt Kettner. Als Unternehmen setzt der WienTourismus Zeichen: CO2-Emissionen von Dienstreisen per Flugzeug werden seit Jahresbeginn über Climate Austria kompensiert.

Zug um Zug zum Nightjet Hub

Unter dem Titel Rail Service Development soll der Anteil Reisender, die per Zug nach Wien kommen, erhöht und Wien als Nightjet Hub positioniert werden: „Neue ÖBB-Verbindungen aus Brüssel, Bozen oder Krakau, ab Mai eine zusätzliche aus Berlin oder der geplante Nightjet aus Amsterdam verleihen unserem strategischen Ziel Rückenwind“, erklärt Kettner. Laut „The Guardian“ ist Wien 2020 die am besten per Bahn verbundene Stadt Europas. Bis 2025 will Kettner das Verhältnis von Reisenden, die per Auto (derzeit 26 % lt. Tourismus-Monitor Austria) bzw. mit der Bahn anreisen (21 %), umkehren. „Mit Marketingkooperationen, aktuell in Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich, wollen wir mithelfen Wien als europäisches Drehkreuz für Bahn-, insbesondere Nachtzugverbindungen, zu etablieren“, so Kettner.

 

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