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Junges Paar in Abendkleidung auf der Treppe der Albertina

Tourismuswirtschaft fordert Abschaffung der Flugabgabe

Die Luftfahrt ist für den österreichischen Tourismus ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und spielt darüber hinaus auch eine bedeutende Rolle als Verbindungsglied zwischen Produktions- und Absatzmärkten von Industrie und Handel und damit für Wirtschaftswachstum und Mobilität. Die österreichische Luftverkehrswirtschaft sichert mehr als 78.000 Arbeitsplätze und trägt rund 1,8% zum BIP Österreichs bei. Eine Abschaffung der kontraproduktiven Flugabgabe vulgo Ticketsteuer wäre ein essentieller Schritt in Richtung Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere, weil es sich dabei um ein österreichisches Spezifikum handelt, das im internationalen Wettbewerb für ungleiche Chancen sorgt – so die VertreterInnen von Fluglinien, Airports und Tourismuswirtschaft anlässlich einer Pressekonferenz am 10. März in Wien, bei der auch der WienTourismus vertreten war. Sie alle forderten das Aus der Abgabe, deren Abschaffung zu einer Win-win-Situation führen würde:

Aus einer Studie des Oxford Economics Institute (2012) geht hervor, dass der heimischen Luftverkehrswirtschaft durch die Flugabgabe etwa 1,1 Millionen Passagiere pro Jahr entgehen. Das entspricht einem BIP-Beitrag von rund 230 Millionen Euro. Der Wertschöpfungszuwachs, der durch die Abschaffung der Flugabgabe geniert werden könnte, übertrifft somit das Steueraufkommen durch die Flugabgabe (98 Millionen Euro in Österreich 2013) bei weitem. Bei der Gesamtbetrachtung der Effekte wurden bei einer Abschaffung der Flugabgabe Mehreinnahmen (Netto-Zuwachs) in der Höhe von ca. 6,5 Millionen Euro für das Bundesministerium für Finanzen errechnet.

„Österreich und Deutschland sind einige der wenigen Standorte in Europa, die auf Grund der Flugabgabe mit einer Strafsteuer in ihrer Entwicklung behindert werden“, so Dr. Andreas Otto, Vorstand der Austrian Airlines, unterstützt von Tourismusdirektor Norbert Kettner, Vorstand der Flughafen Wien AG Dr. Günther Ofner, Managing Director von NIKI Christian Lesjak, Vorstand der Flughafen Wien AG Alfred Junghans, Geschäftsführer der Flughafen Linz GesmbH Dipl. Ing. Gerhard Kunesch, Geschäftsführer des Flughafens Klagenfurt Mag. Max Schintlmeister und ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer.

„Die Flugabgabe wirkt kontraproduktiv für die Umsetzung eines wesentlichen Ziels der Tourismusstrategie Wien 2020“, erklärte Tourismusdirektor Nobert Kettner: „Wir streben bis dahin Direktflugverbindungen mit 20 zusätzlichen Großstädten in aller Welt an, als essenzielle Voraussetzung für die Erreichung der beiden anderen Ziele – die Steigerung der Nächtigungen um 40% und die Erhöhung des Nettonächtigungsumsatzes der Hotellerie um 60%. Deshalb betreiben wir gemeinsam mit dem Flughafen Wien aktives Airline-Marketing, bei dem sich die Flugabgabe als beträchtlicher Hemmschuh erweist. Im Zeitalter der Städte ist Connectivity der Schlüssel zum wirtschaftlichen und touristischen Erfolg, und im Konkurrenzkampf der Destinationen wiegt ein solcher Wettbewerbsnachteil schwer. Die Politik muss bei ihren Entscheidungen auch die Konsequenzen erkennen und akzeptieren. In diesem Fall heißt dies konkret: Wird die Erreichbarkeit Österreichs auf dem Flugweg behindert, werden Airlines und ihre Gäste künftig an uns vorbeifliegen.“

Abschaffung der Flugabgabe hat sich in anderen europäischen Ländern bewährt

In den Niederlanden wurde die Ticketsteuer nach einem Jahr bereits wieder abgeschafft, da die Passagiere auf angrenzende Länder ausgewichen sind – eine Gefahr, der auch der Standort Österreich ausgesetzt ist. Auch Dänemark und Malta haben die Flugticketsteuern bereits kurz nach ihrer Einführung wieder abgeschafft. In Schweden und Belgien wurde das Vorhaben aufgrund negativer Assessments bereits vor Implementierung wieder zurückgezogen. Zuletzt hat die irische Regierung mit April 2014 die Flugabgabe gestrichen.

Natürlich sind auch die Passagiere Nutznießer von der Abschaffung der Flugabgabe. Laut Studie des Oxford Economics Institute bringt der Wegfall eine Reduktion des durchschnittlichen Flugpreises um 4,2%. Im Juni 2013 hat eine Umfrage des Marktforschungsinstitut GfK Austria unter 1.000 ÖsterreIcherinnen ergeben, dass eine klare Mehrheit von knapp 60 Prozent der Bevölkerung für die Abschaffung dieser Ticketsteuer ist. Lediglich 9 Prozent sind für deren Beibehaltung, der Rest hatte keine klare Meinung.

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