Norbert Kettner

Tourismuskonzept 2015

Das von Wiener TouristikerInnen gemeinsam mit RepräsentantInnen anderer Wirtschaftszweige gemeinsam erarbeitete Langfristkonzept für Wiens Destinationsentwicklung wurde auf Basis einer Befragung von rund 11.000 Reisenden aus wichtigen Zielmärkten erstellt und bei der Tourismuskonferenz 2009 von Tourismusdirektor Norbert Kettner gemeinsam mit Dr. Eugen Antalovsky, Geschäftsfüher des Europaforums Wien, präsentiert.
Angesichts der unsicheren Weiterentwicklung der Weltwirtschaft war es für die Verfasser des Tourismuskonzepts Wien 2015 – die vom WienTourismus zusammengestellte Strategiegruppe – eine große Herausforderung, quantitative Ziele festzulegen, die ambitioniert genug sind um anzuspornen und zu motivieren, aber zumindest eine Chance auf Realisierung haben. Wirtschaftsprognosen und Tourismusstudien sowie die Berechnungen von Prof. Dr. Egon Smeral, dessen langjährige Erfahrung als Tourismusexperte des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung dabei sehr hilfreich waren, weisen darauf hin, dass dem europäischen Städtetourismus nach den deutlichen Rückgängen im laufenden Jahr noch weitere, wenn auch geringere, im kommenden bevorstehen und eine nur langsame, allmähliche Erholung in den Folgejahren zu erwarten ist.
Wien will seinen Rekord von 2008 mit 10,2 Millionen Nächtigungen und 487 Millionen Euro Hotellerie-Umsatz im Jahr 2015 um 1 Million Nächtigungen und 100 Millionen Euro übertreffen, hat aber zunächst zwei ,magere Jahre’, in denen die Zahlen zurückgehen werden, vor sich und danach weitere, in denen es keineswegs steil bergauf gehen wird. Unter diesem Aspekt sind die erwähnten Ziele, wie Tourismusdirektor Kettner betonte „von optimistischem Realismus getragen“. Eine Zielvorgabe bei den Umsätzen der Hotellerie ist übrigens ein Novum, das es hierzulande, vermutlich auch europaweit, noch nie gegeben hat. Das qualitative Ziel, das „Jetzt“, steht im Zusammenhang mit der neuen Werbelinie des WienTourismus, deren zentrales Anliegen es ist, Wien als Destination zu positionieren, die nicht „irgendwann einmal“ sondern jetzt gleich besucht werden sollte.
Konzept mit „Doppelblick“ auf Kunden und Anbieter

Das Tourismuskonzept Wien 2015 ist aus der Sicht des Gastes erstellt, denn sein Ausgangspunkt war eine Befragung im Rahmen des vom WienTourismus initiierten Markenentwicklungsprozesses, die rund 11.000 Reisende aus wichtigen Zielmärkten umfasste – sowohl Wien-Kundige als auch Menschen, die noch nie in Wien waren. Zusätzlich wurden auch rund 550 Personen aus der Wiener Tourismusbranche befragt. Aus dem so gewonnenen ,Doppelblick’, sowohl auf die Nachfrage- als auch auf die Angebotsseite, entstand ein Konzept, das die Erwartungen und Wünsche der KundInnen mit den Bestrebungen und Interessen der Tourismuswirtschaft zusammenführt und Maßnahmen dazu vorschlägt, wie Wien seine Ressourcen effizient einsetzen bzw. weiterentwickeln kann, um als Destination weiterhin zu reüssieren.

„100 und 1 und jetzt“ lautet die Kurzformel, auf die Tourismusdirektor Norbert Kettner das Tourismuskonzept 2015 bringt

Tourismuskonzept 2015
Besserer Service bei Visa-Abwicklung in wichtigen Quellmärkten und attraktivere „Stadt-Entrees“
Dauerbrenner: Öffnungszeiten am Sonntag, Budget der Österreich Werbung, Architektur-„Landmarks“
Übersicht Tourismuskonferenz 2009

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