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Bunte Kacheln des Dachs des Wiener Stephansdoms

Wien-Presse-Info – Jänner 2018 Shopping auf den Spuren der Wiener Werkstätte


Eines der Unternehmen, die mit den Künstlern und Designern der Wiener Werkstätte eng zusammenarbeiteten, ist der Wiener Glas- und Beleuchtungshersteller Lobmeyr. Das 1832 gegründete Traditionsunternehmen wird in sechster Generation als Familienbetrieb geführt und präsentiert seine Erzeugnisse in einem wunderschönen Geschäftslokal in der Kärntner Straße. Zu den dort erhältlichen Wiener-Werkstätte-Klassikern gehört die elegante Trinkglas-Serie „B“ von Josef Hoffmann. Auch die Porzellanmanufaktur Augarten realisiert bis heute Entwürfe von Josef Hoffmann. Das „Melonenservice“ aus dem Jahr 1929, ein Moccageschirr mit gerippten und bemalten Tassen, wird dort noch produziert, ebenso das Teeservice „Atlantis“ (1930).

Die Wiener Silber Manufactur kann auf ein reiches Erbe setzen. Die heutige Manufaktur wurzelt in einem der ältesten heimischen Kunsthandwerksbetriebe und war um 1900 ein wichtiger Partner der Wiener Werkstätte. Hier sind Tafelbesteck und Schalen nach Originalentwürfen von Josef Hoffmann erhältlich sowie Kerzenleuchter, Kaffee- und Teegeschirr von Otto Prutscher, darunter das berühmte Kürbisservice. Exklusive Leuchten nach den Originalentwürfen der Wiener Werkstätte und des Jugendstils fertigt Woka Lamps Vienna. In den Schauräumen in der City (und im Internet) sind die hochwertigen Reproduktionen zu besichtigen und zu erwerben: Josef Hoffmanns Kristalllüster für das Palais Stoclet in Brüssel, Otto Wagners Stadtbahn-Leuchten und Adolf Loos’ Entwürfe für das Wiener Herrenmodegeschäft Knize. Die Leuchten werden ausschließlich in Handarbeit und unter teilweiser Verwendung der Originalwerkzeuge gefertigt, jedes Stück wird mit einem Echtheitszertifikat ausgeliefert.

Die renommierte Textilmanufaktur Backhausen war ein Hauptlieferant der Wiener Werkstätte und arbeitete bereits im Gründungsjahr 1903 mit deren Künstlern zusammen. Im Archiv von Backhausen befinden sich über 3.500 Original-Entwürfe aus der Zeit des Jugendstils und der Wiener Werkstätte, von denen das Unternehmen auch heute noch zahlreiche Muster in der Produktionsstätte im Waldviertel herstellen lässt. Die Stoffkollektionen und Accessoires sind im Geschäft Österreichische Werkstätten in der Wiener Innenstadt erhältlich.

Die Wiener Werkstätte (1903-1932) wurde vom Architekten Josef Hoffmann, dem Grafiker und Maler Koloman Moser und dem Wiener Industriellen und Mäzen Fritz Waerndorfer als Gegenbewegung zum erstarrten Historismus gegründet. Mit ihrem interdisziplinären Anspruch auf ganzheitliche Durchdringung aller Lebensbereiche und ihren zukunftsweisenden Entwürfen gibt die Wiener Werkstätte (WW) bis heute wesentliche Impulse in ästhetischen Fragen.

Das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst belegt als Eigentümer des Archivs der Wiener Werkstätte wie kein anderes Museum deren Geschichte und Bedeutung. Das Archiv umfasst etwa 16.000 Entwurfszeichnungen, rund 20.000 Stoffmuster, Plakate, Entwürfe für Postkarten, Modellbücher, Fotoalben und Geschäftskorrespondenz. Das MAK verwahrt darüber hinaus die größte in einem Museum vorhandene Sammlung von Wiener-Werkstätte-Objekten und deckt damit deren gesamte Schaffensperiode ab. Unter anderem besitzt das MAK den umfassendsten Bestand an Möbeln, Objekten und Entwürfen Josef Hoffmanns weltweit. Einen der Höhepunkte der MAK-Sammlung stellt Gustav Klimts neunteilige Werkzeichnung zum Mosaikfries (um 1910) im Speisezimmer des von Josef Hoffmann entworfenen Palais Stoclet in Brüssel dar, die in der permanenten Schausammlung des MAK zu sehen ist.

 

Kontakt:

WienTourismus
Nikolaus Gräser
Internationale Presse
Deutschland, Österreich, Schweiz
Tel. (+ 43 1) 211 14-365

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