Wien Presse Info – September 2017 Genießen in Wien, gutes Gewissen inklusive


Das Restaurant Inigo gegenüber der Jesuitenkirche in der Innenstadt ist der Pionier der Wiener Gastronomie mit sozialökonomischen Hintergrund. Seit 1992 bietet der von der Caritas geführte Betrieb neben guter Küche mit regionalen Produkten Langzeitarbeitslosen eine Perspektive zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Hinter der Kantine im Kreativ-Cluster Brotfabrik steht ebenfalls ein Sozialkonzept der Caritas der Erzdiözese Wien. Gastronomieprofis und Menschen, die auf dem Weg dorthin sind (Arbeitslose, Flüchtlinge und Jugendliche), betreiben die Kantine samt Catering. Im Februar 2015 eröffnete die Caritas zudem Magdas Hotel beim Prater, wo Hotelprofis gemeinsam mit Flüchtlingen arbeiten. Zum Hotel gehört auch Magdas Salon, eine Café-Bar mit schönem Gastgarten.

Auch das Lokal Mittendrin, das Café, Bar und Restaurant vereint, ist Bestandteil eines innovativen Wiener Sozialprojekts. In dem Haus in der Währinger Straße leben, lernen und arbeiten Studierende und ehemals obdachlose Menschen gemeinsam. Den BewohnerInnen und Gästen von außerhalb bietet das Lokal eine kleine, feine Speisekarte. Mit seiner lila Fassade ist Purple Eat ein echter Eyecatcher am Meidlinger Markt im 12. Bezirk. Gegründet vom Verein Purple Sheep, der sich für die Rechte von AsylwerberInnen und Fremden einsetzt, wird in dem Marktstand von Dienstag bis Samstag gekocht. AsylwerberInnen bereiten Gerichte aus ihrer Heimat zu, so bio und regional wie möglich.

Ein ursprünglich nach einem Pop-Up-Konzept geführtes Wiener „Generationenkaffeehaus“ hat mit der Vollpension im 4. Bezirk ein dauerhaftes Heim gefunden. In dem mit Retro-Möbeln ausgestatteten Lokal servieren SeniorInnen ihre besten selbstgebackenen Mehlspeisen. Das gemütliche Kaffeehaus fördert als Social Business den Austausch zwischen Jung und Alt und lässt Kindheitserinnerungen aufkommen. Das Restaurant Habibi & Hawara in der Wipplingerstraße im 1. Bezirk wird von Geflüchteten gemeinsam mit Wiener Köchen betrieben. Demgemäß wird österreichisch-orientalische Fusionsküche gekocht, mittags Menüs und abends ein fixes Family-Dinner mit mehreren Gängen.

Die handgefertigten Designprodukte von Goodgoods stammen aus Werkstätten, in denen Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung arbeiten. Die auf der Website angebotenen Taschen, Haushaltshelfer und Küchengeräte sind Resultat einer Initiative der Wiener Designerinnen Sofia Podreka und Katrin Radanitsch („Dottings“). Dafür vernetzen sie die Fähigkeiten der Werkstätten und der dort arbeitenden Menschen mit Designschaffenden. Altmaterialien aus Industrie und Gewerbe sind für Gabarage Upcycling Design Ausgangsmaterialien für kreatives Design: Aktenordner werden zu praktischen Taschen, Badminton-Bälle zu witzigen Lampen und U-Bahn-Rolltreppen zu bequemen Sitzgelegenheiten. Der sozialintegrative Betrieb bietet Arbeitsplätze für benachteiligte Personengruppen, zu kaufen gibt es die innovativen und ökologisch nachhaltigen Produkte im Web und im Showroom im 4. Bezirk.

Unter dem Namen Carla betreibt die Caritas zwei Second-Hand-Läden in Wien. Wiederverwerten statt wegwerfen heißt das Motto, das gute Gewissen gibt es als Zugabe: Jeder Einkauf leistet nicht nur einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der Umwelt, sondern unterstützt auch die Hilfsprojekte der Caritas. Zu erstehen sind gut erhaltene Gebrauchtwaren aller Art wie Möbel, Geschirr, Elektrogeräte, Bücher, Bekleidung und sogar Autos. Ein ähnliches Angebot wie die Carla-Läden haben auch die Standorte von Volkshilfe Würfel. Der große sozialökonomische Beschäftigungsbetrieb, der sich bereits seit den 1990er-Jahren der Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt widmet, betreibt mehrere Second-Hand-Läden in Wien.

Kontakt:

WienTourismus
Nikolaus Gräser
Internationale Presse
Deutschland, Österreich, Schweiz
Tel. (+ 43 1) 211 14-365

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