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Bunte Kacheln des Dachs des Wiener Stephansdoms

Wien Presse Info – September 2015 Porträt Herrengasse

Die Herrengasse in Wien folgt einem alten Verkehrsweg, zur Römerzeit befand sich dort die Limesstraße. Vom zentral gelegenen Michaelerplatz mit der einstigen Kaiserresidenz Hofburg führt der Straßenzug heute zur Schottengasse und weiter zum 9. Bezirk. Adel und Stände siedelten sich während der Jahrhunderte dauernden Herrschaft der Habsburger in prachtvollen Palais in der Nähe des Hofes an. Herberstein, Mollard-Clary, Batthyány, Trauttmannsdorff, Kinsky: Zahlreiche beeindruckende Palais der Herrengasse, viele davon aus der Barockzeit, sind erhalten geblieben und tragen noch die Namen ihrer einstigen Besitzer. Sie wurden renoviert und werden heute für Wohnzwecke, als Büros, Hotels oder für Gastronomie und Handel genutzt.

Am Michaelerplatz, wo die Herrengasse beginnt, entstand ab 1909 ein ganz anderes Bauwerk: ein Geschäftshaus nach den Entwürfen von Adolf Loos. Das sogenannte Looshaus schockierte die WienerInnen mit seiner glatten, schmucklosen Fassadengestaltung und soll auch Kaiser Franz Joseph, der vis-à-vis in der Hofburg residierte, ein Dorn im Auge gewesen sein. Heute gilt es als eines der zentralen Bauwerke der Wiener Moderne.

Auch an der Adresse Herrengasse 6-8 steht ein Stück Wiener Architekturgeschichte. Das Hochhaus Herrengasse war der erste „Wolkenkratzer“ der Stadt. Die 16 Geschosse mit einer Gesamthöhe von 53 Metern wurden nach den Plänen von Siegfried Theiss und Hans Jaksch 1932 erbaut. Durch ihre raffinierte Abstufung scheinen sie von der Herrengasse aus gesehen die umgebende Bebauung an keiner Stelle zu überragen. Aufgrund seiner modernen Infrastruktur galt das als Wohnhaus geplante Hochhaus bald als Nobeladresse der Wiener Kulturszene. In seinem Erdgeschoss befindet sich heute eines der kleinsten Lokale der Stadt, die Wein-Kaffee-Bar Unger und Klein im Hochhaus. Ein rundum verglastes Rondell beherbergt das knapp 20 m² große Lokal, das je nach Tageszeit als Frühstücksespresso, Snack-Lokal und Weinbar fungiert. Im Erdgeschoss des Hochhauses ist auch die Zuckerlwerkstatt zuhause, wo in einer Schauküche Bonbons und Schlecker in Handarbeit nach alten Rezepten hergestellt werden. Eine Spezialität der Manufaktur sind Wiener Seidenzuckerl, mit Schokolade gefüllte Bonbons in Form von Mini-Kopfkissen. The Viennastore verkauft gleich nebenan garantiert kitschfreie Souvenirs und schöne Design-Klassiker aus Wien und aller Welt: edle Gläser von Lobmeyr, feines Porzellan von Augarten, Kaffee der Wiener Rösterei Naber, zahlreiche Wien-Büchern und vieles mehr.

Im restaurierten Palais Mollard in der Herrengasse 9 logiert ein Wiener Unikum, das einzige Globenmuseum der Welt. An 240 Erd- und Himmelsgloben, Mond- und Marsgloben lässt sich nachvollziehen, wie sich die kartographischen und kosmographischen Kenntnisse im Laufe der Zeit veränderten. Auch zwei Hotels hat die Herrengasse zu bieten, das Steigenberger Hotel Herrenhof und das Radisson Blu Style Hotel. Zwischen Herrengasse und dem Platz Freyung erstreckt sich das weitläufige Palais Ferstel, das als Bank- und Börsengebäude ab 1856 erbaut wurde. Sein Architekt Heinrich Ferstel ließ sich von der venezianisch-florentinischen Architektur des Trecento inspirieren und stattete den Palast mit einer wunderschönen Passage aus. Dort logieren heute Antiquitäten- und Schmuckgeschäfte, feine Interieur-Shops und Restaurants. Bekanntester Name im Palais Ferstel, das auch als Eventlocation dient, dürfte das Café Central sein. In dem legendären Literatencafé gingen zur Jahrhundertwende Arthur Schnitzler, Peter Altenberg und Adolf Loos ein und aus. Heute beeindruckt es mit seiner schönen Säulenhalle, Wiener Küche und hausgemachten Mehlspeisen.

Die Broschüre „Tour de Palais Wien“ liefert Details zu den Palais rund um die Herrengasse:
Iris Meder, Judith Eiblmay: Tour de Palais Wien, ISBN 978-3-200-04141-7, deutsch/englisch

Kontakt:

WienTourismus
Nikolaus Gräser
Internationale Presse
Deutschland, Österreich, Schweiz
Tel. (+ 43 1) 211 14-365

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