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Bunte Kacheln des Dachs des Wiener Stephansdoms

Wien Presse Info – Jänner 2015 150 Jahre Ringstraße: Treffpunkt der Gesellschaft

Schon in ihrer Entstehungszeit etablierte sich die Ringstraße als Flaniermeile für das Bürgertum. Das Sehen und Gesehen-Werden auf dem neuen Boulevard stellte quasi eine Fortsetzung der früheren Spaziergänge auf den Stadtmauern dar. Besonders beliebt war die Strecke zwischen der „Sirk-Ecke“ (Kreuzung Ring/Kärntner Straße) und dem Schwarzenbergplatz. An dieser Ecke (benannt nach einem Geschäft, heute Hotel Bristol) verabredete man sich zu Zeiten der k.u.k. Monarchie. Karl Kraus hat diese Stelle in „Die letzten Tage der Menschheit“ verewigt. Dieser auch Opernkreuzung genannte Abschnitt des Rings war schon damals einer der urbansten und belebtesten Orte der Stadt, der von Passanten, Radfahrern, Kutschen und Straßenbahnen stark frequentiert wurde. Als in den Folgejahrzehnten der Individualverkehr stark zunahm, wurde an der Opernkreuzung 1926 die erste Verkehrsampel Wiens installiert, wenig später wurden die ersten Fußgängerübergänge markiert.

Beliebte Treffpunkte waren auch die Kaffeehäuser, die in den neuen Lokalitäten am Ring ihre Hochblüte fanden. Es trafen sich Geschäftsleute und politisch Interessierte, die Kunst- und Literaturszene, die Schach- und Billardspieler, wobei einzelne Gruppierungen unterschiedliche Kaffeehäuser bevorzugten. Von den 27 großen Ringstraßen-Cafés, die es vor 150 Jahren gab, sind nur mehr wenige erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg hielt mit dem Wirtschaftswunder ein verändertes Freizeit- und Konsumverhalten Einzug, das Kaffeehaussterben begann. In den großzügig dimensionierten Lokalitäten etablierten sich Autosalons, Reisebüros und Repräsentanzen von Fluglinien. So manches Traditionskaffeehaus wurde auch vom neuen Typus der Espressi abgelöst wie etwa dem noch existierenden Café Milano am Stubenring. Noch bestehende Ringstraßen-Kaffeehäuser sind das Café Prückel, das Café Schwarzenberg und das Café Landtmann.

Wichtige gesellschaftliche Drehscheiben neben den Cafés waren die Salons der Ringstraßenpalais, in denen Kunstwelt und Finanzaristokratie aufeinandertrafen. Zu den begehrtesten Salons zählten jene der Familie Todesco. In deren Palais auf der Kärntner Straße traf Johann Strauß seine spätere Frau, die Opernsängerin Henriette Treffz. Das Palais Leitenberger am Parkring war ein gesellschaftliches Zentrum der Stadt, der Textilindustrielle Friedrich Leitenberger einer der größten Kunstmäzene seiner Zeit. Und im renommierten Salon der Autorin und Journalistin Berta Zuckerkandl im Palais Lieben-Auspitz verkehrte die künstlerische und wissenschaftliche Elite Österreichs.

Kontakt:

WienTourismus
Nikolaus Gräser
Internationale Presse
Deutschland, Österreich, Schweiz
Tel. (+ 43 1) 211 14-365

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