Staatspreis Marketing: Sonderpreis für „Klimt sehen. Nicht #Klimt“ von WienTourismus und Wien Nord + Now

Der Staatspreis Marketing des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort wird in sechs Kategorien sowie zwei Sonderkategorien für innovatives strategisches Marketing vergeben. Nicht Unternehmensgröße oder Budgethöhe, sondern Qualität, betriebswirtschaftliche Relevanz und Innovation stehen dabei im Vordergrund. 2019 wurden 127 Kampagnen eingereicht, eine 10-köpfige Jury unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Thomas Foscht von der Karl-Franzens-Universität Graz wählte die Sieger. Der WienTourismus und Wien Nord + Now konnten sich in der Sonderkategorie „Event Management: Experience Management/Brand Touchpoints“ mit der Aktion „Klimt sehen. Nicht #Klimt“ gegen zwei Mitbewerber durchsetzen. Es ist nicht der erste Preis für diese Intervention: Bei den Awards des Creativ Club Austria gab es dafür drei CCA Veneres in Silber (insgesamt sieben Veneres für die gesamte Kampagne), bei den deutschen ADC-Awards ebenfalls einen Nagel in Silber.

Digital Detox Kampagne traf Nerv der Zeit

Weniger fotografieren, mehr erleben: Drei Tage lang verdeckte ein großer roter Hashtag Gustav Klimts weltberühmten „Kuss“ im Oberen Belvedere. Das überklebte Bild war eine Replik, einen Raum weiter bekam das erstaunte Publikum das unverdeckte Original zu sehen. Dadurch sollte auf die Problematik hingewiesen werden, dass sich Reisende oft mehr mit ihrem Smartphone beschäftigen als besondere Momente und Schönheiten der Umgebung bewusst zu genießen. Die Aktion war Teil einer im Herbst 2018 in Deutschland und Großbritannien durchgeführten 360°-Kampagne, die zum genussvollen Reisen abseits der Selfie-Inflation aufrief und damit den weltweiten Trend zur „digitalen Entgiftung“ aufgriff: In Hamburg, Berlin und London zeigte der WienTourismus Reisende, die aufgrund der Jagd nach dem perfekten Foto den Moment selbst nicht in vollem Umfang wahrnehmen können. Ein großer Hashtag verdeckte dabei die Sicht auf Wiener Sehenswürdigkeiten und stand pars pro toto für eine verlorengegangene Freiheit, den Urlaub in all seinen Facetten uneingeschränkt genießen zu können. Die Aufforderung „Wien sehen. Nicht #Wien. Genieße die Stadt hinter Deinen Fotos!“ war in Deutschland auf rund 700 City Lights, auf Plakaten in Londons U-Bahn sowie auf Instagram und Facebook zu sehen. Im April und Mai 2019 wiederholte der WienTourismus die erfolgreiche Kampagne, über die bislang in 15 Ländern berichtet wurde, in den USA.

Weitere Informationen:

Kampagnen-Microsite: https://unhashtag.vienna.info
Video „See Klimt. Not #Klimt“: https://www.youtube.com/watch?v=KsPwR6reXnU  
Pressemeldung zur Kampagne (November 2018) samt hochauflösendem Bildmaterial zum Download: https://b2b.wien.info/de/presse/unhashtag 
Staatspreis Marketing: https://www.austrian-marketing.at 

 

V.l.n.r.: Matthias Tschirf (Sektionschef im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort), Norbert Kettner (Tourismus-Direktor), Edmund Hochleitner (Geschäftsführer Wien Nord), Claudia Wieland (WienTourismus), Helmut Kammerzelt (FH St. Pölten) und  Herwik Straka (EMBA) 

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© Helmuth Tremmel
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