Silber bei deutschen ADC-Awards für WienTourismus-Kampagne „Unhashtag Vienna“

Rund 700 führende Köpfe der kreativen Kommunikation schließen sich im Art Directors Club für Deutschland (ADC) zusammen: DesignerInnen, JournalistInnen, ArchitektInnen, FotografInnen, IllustratorInnen, RegisseurInnen, KomponistInnen, ProduzentInnen oder WerberInnen. Einmal im Jahr zeichnen sie die herausragendsten Arbeiten der Branche aus. Goldene, silberne oder bronzene „Nägel“ gab es heuer in insgesamt 11 Hauptkategorien und über 200 Unterkategorien. Einen silbernen Nagel sowie eine Auszeichung gab es für die zusammen mit WIEN NORD + NOW umgesetzte WienTourismus-Kampagne „Unhashtag Vienna: Wien sehen. Nicht #Wien“.

Silber für verdeckten „Kuss“

Weniger fotografieren, mehr erleben: Drei Tage lang verdeckte ein großer roter Hashtag eines der berühmtesten Bilder der Welt – Gustav Klimts „Kuss“ im Oberen Belvedere. Das überklebte Bild war freilich eine Replik, einen Raum weiter bekam das erstaunte Publikum das unverdeckte Original zu sehen. Dadurch sollte auf die Problematik hingewiesen werden, dass sich Reisende oft schon mehr mit ihrem Smartphone beschäftigen als besondere Momente und die Schönheiten der Umgebung bewusst zu genießen. Die Aktion war Teil der im Herbst 2018 in Deutschland und Großbritannien durchgeführten Kampagne, die zum genussvollen Reisen abseits der Selfie-Inflation aufrief und damit den weltweiten Trend zur „digitalen Entgiftung“ aufgriff. Sie wurde von der ADC-Jury in der Kategorie „Exhibition Experience themenbezogen – Räumliche Intervention“ mit einem Silber-Nagel prämiert.

Digital Detox Kampagne traf Nerv der Zeit

Eine zusätzliche Auszeichnung in der Kategorie „PR – Kampagne“ gab es für die der Klimt-Aktion übergeordnete 360°-Kampagne, die das Publikum vergangenen November in Hamburg, Berlin und London im öffentlichen Raum und selbstverständlich auch in den sozialen Medien adressierte. Sie zeigte Reisende, die aufgrund der Jagd nach dem perfekten Foto den Moment selbst nicht in vollen Umfang wahrnehmen können. Ein großer Hashtag verdeckte dabei die Sicht auf Wiener Sehenswürdigkeiten und stand pars pro toto für eine verlorengegangene Freiheit, den Urlaub in all seinen Facetten uneingeschränkt genießen zu können. Die Aufforderung „Wien sehen – nicht #Wien. Genieße die Stadt hinter Deinen Fotos!“ war in Deutschland auf rund 700 City Lights, auf Plakaten in Londons U-Bahn sowie großflächig in den Stationen Waterloo und Liverpool zu sehen. Online wurde die Zielgruppe auf Instagram, Facebook und per Bannerwerbung sowie unter unhashtag.vienna.info erreicht. Im April und Mai 2019 wiederholte der WienTourismus die erfolgreiche Kampagne, über die in 15 Ländern berichtet wurde und die erst im Mai vom Creativ Club Austria (CCA) mit 7 Veneres ausgezeichnet wurde, in den USA.

Jurybegründung
“The Unhashtag Vienna exhibition was found to be very refreshing and daring. Visitors were intentionally put on the wrong foot, encountering an obstruction to the very reason for them to visit the museum, creating an awareness to the work itself rather than using it as a social media tool.”

Weitere Informationen:
Kampagnen-Microsite: https://unhashtag.vienna.info
Video „See Klimt. Not #Klimt“: https://www.youtube.com/watch?v=KsPwR6reXnU  
Pressemeldung zur Kampagne (November 2018) samt hochauflösenden Bildmaterial zum Download: https://b2b.wien.info/de/presse/unhashtag 
ADC-Award: www.adc.de

 

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