„Time for Vienna“ auf der Art Basel 2016

Schon zum vierten Mal in Folge kooperiert der WienTourismus mit der Art Basel, die heuer von 16. bis 19. Juni stattfindet und als eine der weltweit wichtigsten Messen für moderne und zeitgenössische Kunst gilt. „Wir präsentieren Wien als Kunstraum, der zeitgenössische, auch progressive Kunstprojekte fördert und die Möglichkeit zur Entfaltung gibt. Die Art Basel bietet den kontemporären Facetten Wiens eine reichweitenstarke und qualitätsvolle Präsentationsplattform. Wien verstand es schon immer, aus seiner reichen Kulturgeschichte auch frische Inspiration für Zeitgenössisches zu schöpfen und dabei zeitlos zu bleiben – diese Stärke spielen wir hier aus“, verdeutlicht Tourismusdirektor Norbert Kettner die Wiener Botschaft, die sich auch in der Gestaltung Wien-Lounge widerspiegelt: Blickfang im Wiener Kaffeehaus, das in der Collectors Lounge der Messe vom Design-Studio EOOS neu interpretiert wurde und unter dem Motto „Time for Vienna“ steht, ist heuer eine original Wiener Würfeluhr. Deren Design findet sich in der räumlichen Gestaltung des Wien-Cafés und selbst in den Espressotassen wieder, die als Giveaways für VIP-Gäste zum Einsatz kommen. Für Wiener Kaffeegenuss zeichnet das Café Diglas im Schottenstift verantwortlich, die passende Lektüre dazu liefert der jüngst erschienene Monocle-Guide zu Wien, der die Vorzüge der Stadt für das Messe-Publikum auf 40 Seiten zusammenfasst und in der Lounge aufliegt.

Jonathan Meese inszeniert Wagners „Parsifal“ bei den Wiener Festwochen 2017

Hochkarätig besetzt waren zwei Veranstaltungen, zu denen Kettner im Rahmen der beiden Preview-Tage der Art Basel lud: Im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz am 14. Juni stellte er das Konzept des heurigen Wien-Auftritts in Basel vor. Auf Einladung des WienTourismus präsentierte Tomas Zierhofer-Kin, designierter Intendant der Wiener Festwochen, deren Programm-Highlight 2017: Der deutsche Künstler Jonathan Meese war nicht nur Podiumsgast bei der Pressekonferenz, er wird bei den kommenden Wiener Festwochen die Uraufführung einer Neuinterpretation von Richard Wagners „Parsifal“ durch den österreichischen Komponisten Bernhard Lang inszenieren – ein Projekt, das den Wagner-Mythos in ein weit entferntes Revolutionsjahr der Zukunft transportieren wird: „Mondparsifal Alpha 1-8 (Erzmutterz der Abwehrz)“ ist eine zeitgenössische Würdigung der berühmt-berüchtigten letzten Wagner-Oper.

Tomas Zierhofer-Kin, designierter Intendant der Wiener Festwochen 2017-2021: „Wenn Jonathan Meese und sein kongenialer Partner, der Komponist Bernhard Lang auf Richard Wagners ‚Parsifal‘ treffen, dann ist davon auszugehen, dass es sich nicht um eine Begegnung der nachschöpferischen Art handeln wird. Vielmehr treffen hier künstlerische Urgewalten aufeinander: Meese und Lang dekonstruieren die Mythen Wagner und Parsifal, zerlegen sie in ihre Einzelteile, laden sie in einem künstlerischen Schaffensprozess neu auf und kreieren so ein zeitgenössisches künstlerisches Kraftfeld, das die Idee Oper in Inhalt und Form neu definiert. Performance, Musik, visuelle Kunst und Theater fusionieren zu einem Kunst-Raumschiff, das Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet." Jonathan Meese, dessen individuelle mythologische Kunstwelt auch eng mit Wagner verknüpft ist, zeichnet für die Regie als auch für das Bühnen- und Kostümbild verantwortlich. Bernhard Lang hält sich eng an das Libretto und die Struktur der Oper Wagners, um daraus einen vollkommen neuen Klangkosmos zu schaffen.

Jonathan Meese: „Richard Wagner ist, wie Meese, ein Kunstfanatiker mit dem Tunnelblick K.U.N.S.T. Richard Wagner ist keine Ersatzreligion, Richard Wagner ersetzt alle Religionen. Richard Wagner ist die Machterzergreifung KUNST, Meese's Parsifal ist Kunstherrschaft. Meese dient dem Richard Wagner ohne Falsch.“

Silent-Talk mit Star-Autor Douglas Coupland

„From the ‚Normalzeit‘ to the ‚Extreme Present‘“ nannte sich die dem Wien-Auftritt angepasste Themenklammer des „Silent Talk“ am 15. Juni, zu dem der WienTourismus in sein Café lud und der ausschließlich über Kopfhörer mitverfolgt werden konnte. Kettner, Zierhofer-Kin und der international erfolgreiche Schriftsteller Douglas Coupland – u.a. bekannt für sein den Begriff „Generation X“ prägendes Buch selben Titels – widmeten ihr Gespräch dem Thema Zeit in all seinen Facetten. Coupland war außerdem Mitautor des kürzlich erschienenen Buches „The Age of Earthquakes: A Guide to the Extreme Present“, das einen idealen Einstieg in das Thema des Silent Talk bildete, der von der Kulturjournalistin und Wien-Korrespondentin von Monocle Kimberly Bradley moderiert wurde. Die Preview-Tage wurden am 15. Juni außerdem dazu genutzt, rund 40 VIP-Partner der Schweizer Reisebranche durch den Wien-Auftritt zu führen, auf der Messe ausstellende Wiener Galerien zu besuchen und die Eindrücke zu Wien bei einem Dinner im Art Basel VIP-Restaurant der mehrfach ausgezeichneten Haubenköchin Tanja Grandits ausklingen zu lassen. Wiens Präsenz in Basel wurde durch Inserate auf insgesamt 90 Infoscreens begleitet, die über die Bahnhöfe in der Schweiz verteilt waren.

Über Art Basel

Art Basel veranstaltet die weltweit wichtigsten Kunstmessen für moderne und zeitgenössische Kunst in Basel, Miami Beach und Hongkong. Die jeweilige Gastgeberstadt und -region bestimmen den einzigartigen Charakter der einzelnen Kunstmessen, der sich in den teilnehmenden Galerien, den präsentierten Werken und dem Inhalt der gemeinsam mit örtlichen Institutionen erstellten Begleitprogramme widerspiegelt. Neben den aufwändig gestalteten Ständen führender Galerien aus aller Welt lenken die spezifischen Ausstellungssektoren der Kunstmesse die Aufmerksamkeit auf die neusten Entwicklungen der visuellen Künste und vermitteln den Besuchern neue Ideen und Inspiration. Weitere Informationen sind erhältlich unter: artbasel.com

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