Wiens Kongress-Bilanz 2013: auf hohem Niveau, aber kein Rekord

Über das Ergebnis der Kongressstadt Wien 2013 zog Kettner folgendes Resümee: „Die Anzahl aller 2013 in Wien abgehaltenen Kongresse und Firmenveranstaltungen hat sich gegenüber 2012 leicht erhöht; es waren insgesamt 3.389, das sind um 13 Stück mehr als im Jahr davor. Es hat auch etwas mehr Teilnehme­rinnen und Teilnehmer dabei gegeben, und mit deren Zuwachs um 1 % auf 501.337 ist erstmals eine halbe Million überschritten worden. Das sind zwar Bestwerte, doch sie haben keine Rekord-Bilanz bewirkt. Denn die durch den Kongress- und Tagungssektor ausgelösten Nächtigungen sind gegenüber 2012 um 8 % auf 1.401.888 gesunken, und die Wertschöpfung von 832,17 Millionen EURO war um 9 % geringer als 2012. Die durch Wiens Kongress- und Tagungsgeschäft gesicherten Ganzjahresarbeitsplätze haben sich im sel­ben Ausmaß auf knapp 16.000 verringert.“

Auf die Ursache dieser inhomogenen Entwicklung ging der Tourismusdirektor folgendermaßen ein: „Es lag an den internationalen Kongressen; sie spielen in Wiens Tagungsgeschäft eine dominante Rolle und haben 2013 atypische Merkmale aufgewiesen. Zum einen ist ihre Anzahl seit 2008 erstmals zurückgegangen, zum anderen waren sie auch schwächer besucht, und überdies hat es noch nie so viele mit nur eintägiger Dauer gegeben wie 2013. Auch 2012 waren sie schon atypisch, aber in genau umgekehrter Richtung: Ihr Aufkom­men ist in Wien üblicherweise in geraden Jahren schwächer, in ungeraden stärker. Das hängt zusammen mit gewissen Zyklen der großen, global ,wandernden‘ Kongresse bei der Destinationswahl. Ganz entgegen dieser ‚Regel‘ haben wir 2012 einen Rekord an internationalen Kongressen verzeichnet und 2013 einen Rückgang. Ob hier ein Zyklen-Wechsel stattfindet, oder das einfach ‚Ausreißer‘-Jahre waren, wird sich erst herausstellen. Unser Vienna Convention Bureau wird den Ursachen auf den Grund gehen und die Erkennt­nisse daraus verwerten. Allen in der Wiener Tagungsindustrie Agierenden gebührt jedenfalls ein großes Dankeschön, denn ihr wie immer exzellenter Einsatz hat 2013 für ein Ergebnis gesorgt, dessen hohes Niveau Wien auch ohne Rekorde erneut als eine Top-Destination im weltweiten Kongressbetrieb bestätigt.“

Umsatzstarkes Publikum: durchschnittliche Tagesausgaben 483 EURO pro Gast

Die 2013 in Wien abgehaltenen 3.389 Veranstaltungen teilen sich in folgende Kategorien auf: 1.221 waren Kongresse (+ 7 %), 544 davon nationale (+ 24 %) und 677 internationale (- 4 %), 2.168 (- 3 %) waren Firmenveranstaltungen (Tagungen und Incentives), von denen 819 nationaler Provenienz waren (- 18 %) und 1.349 internationaler (+ 9 %). Zusammen trugen sie mit 1.401.888 Nächtigungen 11 % zu Wiens Gesamt­nächtigungsergebnis 2013 bei, und die durchschnittlichen Ausgaben der zu ihnen angereisten 501.337 TeilnehmerInnen (+ 1 %) lagen bei rund 483 EURO pro Kopf und Nächtigung (Vergleichswert sämtlicher Wien-BesucherInnen 2013: rund 250 EURO).

Österreichweit löste der Wiener Kongress- und Tagungssektor 2013 eine Wertschöpfung von 832,2 Milli­onen EURO (- 9 %) aus. Dies berücksichtigt sämtliche inlandswirksamen Umsätze – sowohl die direkten Ausgaben der VeranstaltungsteilnehmerInnen, Veranstalter, Aussteller und Begleitpersonen als auch die von den Veranstaltungen verursachten Einnahmen in „vorgelagerten“ Wirtschaftszweigen (z.B. Bauwirt­schaft, Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Druckereigewerbe, Banken, Versicherungen, Kommunika­tionsunternehmen etc.). An Steuereinnahmen erbrachte der Sektor insgesamt 234,5 Millionen EURO, wo­von 154,4 Millionen an den Bund gingen, 28,1 Millionen an Wien, der Rest an die anderen Bundesländer bzw. Gemeinden. Die Berechnungen dieser wirtschaftlichen und fiskalischen Effekte stammen von Consult­ing Dr. M. Stoff und basieren auf dem EVENT-MODEL-AUSTRIA (Autorin: © Dr. Martina Stoff-Hochreiner).

Zeit wird immer kostbarer: Trend zu eintägigen Kongressen

Wie stark die internationalen Kongresse auf die Gesamtbilanz von Wiens Tagungswirtschaft durchschla­gen, verdeutlichen deren Beiträge zu den entscheidenden Kennzahlen: Bei einem Anteil von 20 % an allen Veranstaltungen 2013 brachten sie 46 % aller TeilnehmerInnen, 70 % der Nächtigungen und 75 % der Wertschöpfung in diesem Sektor. Damit erreichten sie zwar nicht ihre Rekordwerte von 2012, übertrafen aber alle anderen Jahre bisher. 2013 war bei ihnen auch ein struktureller Wandel zu beobachten: Die so stark vorherrschenden humanmedizinischen Kongresse –  2012 machten sie die Hälfte der internationalen Kongressnächtigungen aus – hatten voriges Jahr einen Anteil von nur 44 %. Erhöht hat sich dadurch der Anteil von Kongressen mit wirtschaftlich/politischer und technischer Thematik, aber diese sind nicht so umsatzstark wie die medizinischen. Die nationalen Kongresse, deren Anzahl sich 2013 um beinahe ein Viertel erhöhte, und die um 9 % gestiegenen internationalen Firmenveranstaltungen haben trotz Zuwächsen bei TeilnehmerInnen, Nächtigungen und Wertschöpfung nicht genug Gewicht, um die Rückgänge bei den internationalen Kongressen wettzumachen. Bei den Firmenveranstaltungen war die Entwicklung 2013 genau umgekehrt: Hier steht einem Rückgang der nationalen eine Steigerung der internationalen gegenüber, die seit drei Jahren einen positiven Trend aufweisen.

Eintägige Kongresse sind generell im Vormarsch, und bei den internationalen sind sie in den letzten 10 Jahren besonders signifikant gestiegen: Während 2004 nur 2 % von ihnen so kurz waren, hat deren Anteil 2013 schon 15 % betragen. Diesem weltweiten Trend kann man sich nicht entgegenstemmen, denn Zeit ist ein so kostbares Gut geworden, dass man damit in allen Lebensbereichen so sparsam wie möglich umgeht.

WienTourismus und Flughafen Wien gemeinsam unterwegs, um neue Direktflüge zu akquirieren

Damit Wien trotz solcher Widrigkeiten seine Top-Position unter den weltweiten Kongressmetropolen wei­terhin behaupten kann, bedarf es, wie Kettner hervorhob, entsprechender Voraussetzungen, an denen be­harrlich zu arbeiten ist: „Alle am Wiener Kongresswesen Mitwirkenden“, betonte er, „leisten diesbezüglich hervorragende Arbeit, indem sie ihre Angebote und Services laufend gemäß den aktuellsten Ansprüchen der Kongresswelt optimieren und damit Wiens Ruf als ‚State of the Art‘-Kongressdestination sichern. Sie werden von den städtischen und wissenschaftlichen Einrichtungen auch bestens unterstützt, ebenso von Austrian Airlines, die heuer mehr denn je in die Marketing-Kooperation mit uns investieren, und auch vom Flughafen. Mit ihm ist der WienTourismus seit 2013 gemeinsam unterwegs, um verstärkt Airline-Marketing zu betreiben. Dabei handelt es sich vor allem um Akquise-Verhandlungen über Neuaufnahmen von Direkt­verbindungen nach Wien. Im September werden wir zum zweiten Mal an der weltgrößten Messe für Stre­cken-Entwicklung, der „Routes World“ in Chicago, teilnehmen, um Fluglinien mit allen für sie relevanten Informationen über den Standort Wien zu versorgen und sie von der Destination zu überzeugen. Unsere Wachstumsstrategie für den Luftverkehr nach Wien unter besonderer Berücksichtigung von Langstrecken­flügen ist für Wiens touristische Weiterentwicklung generell ein entscheidender Faktor, ganz besonders aber für den Kongresstourismus, denn 76 % unserer Kongressgäste reisen per Flugzeug an, bei den inter­nationalen Kongressen, deren Stellenwert schon dargelegt worden ist, sind es sogar 81 %. Wie sehr hier Zeitersparnis – etwa durch raschestmögliche Anreise ohne Umsteigen – zum Thema geworden ist, geht aus den zuvor genannten Zahlen hervor.“

Europäischer Radiologie-Kongress: 2014 zum 20. Mal in Wien

Unter Wiens internationalen Großkongressen ragt jener der Europäischen Radiologen (ECR) besonders hervor: Er ist nicht nur einer der größten medizinischen Kongresse weltweit, sondern er tagt ausschließlich in Wien, und zwar stets im Austria Center Vienna (ACV). Von 1991 bis 1999 wurde er alle zwei Jahre ab­gehalten, seit 2000 alljährlich – heuer von 6. bis 10. März und zum 20. Mal. Bei diesem Jubiläum verzeich-nete er 20.010 TeilnehmerInnen aus 115 Ländern, und 300 Firmen präsentierten dabei auf über 26.000 m2 die größte medizinische Industrieausstellung aller Kongresse in Europa. Weil das kontinuierliche Wachstum

des ECR immer mehr Raum erforderte, hatte das ACV sein Gebäude eigens für diesen „Stammgast“ schon zweimal um Ausstellungsflächen erweitert, doch heuer wurden auch diese Grenzen gesprengt: Um die mehr als 1.800 Vorträge des ECR 2014 abhalten zu können, verhandelten die Europäische Gesellschaft für Radiologie und das ACV erfolgreich mit den „Vienna-based Organisations“ der UNO, sodass erstmals auch deren Konferenzräumlichkeiten in einer Halle des Vienna International Center genutzt werden konnten.

Peter Baierl, Executive Director der Europäischen Gesellschaft für Radiologie, berichtete über die Veran­staltung: „Wir haben das Jubiläum würdig begangen und sind dabei auch unserem Ruf als einer der mo­dernsten medizinischen Kongresse der Welt gerecht geworden. So konnten erstmals in einem ,Multimedia Classroom‘ die neuesten Computeranwendungen für die Radiologie vor Ort unter fachkundiger Anleitung getestet und trainiert werden. Die größte technische Errungenschaft war aber wohl die Installation der ,ECR Live‘-Plattform, auf der sämtliche Vorträge per Webstream übertragen wurden – gratis und in Echtzeit. Interessierte aus aller Welt hatten damit die Möglichkeit, den Kongress von zu Hause aus nicht nur zu ver­folgen, sondern auch aktiv daran teilzunehmen: Die ,ECR Live Social Media Wall‘ gab ihnen Gelegenheit, sich mit Teilnehmenden und Vortragenden auszutauschen –  per Facebook, Twitter oder Chat. Auch nach dem Kongress ist es nun möglich, die Vorträge ,on demand‘ anzusehen.“

Licht- und Schattenseiten der Kontinuität

Die exklusive Konzentration des ECR auf Wien bringt Vorteile aber auch Herausforderungen mit sich und sie macht auch anspruchsvoll. Baierl dazu: „Über einen derart langen Zeitraum immer in derselben Destina­tion zu tagen, erleichtert Vieles. Wir kennen alle Gegebenheiten der Stadt und des ACV in- und auswendig. Außerdem sind wir mit allen Partnern hier so effizient vernetzt und haben ein so hohes gegenseitiges Ver­trauen aufgebaut, wie es nur in langjähriger Kooperation möglich ist. Andererseits ist es auch schwer, im­mer am selben Ort genug langjährig wiederkehrendes Publikum anzuziehen. Die Kongresswirtschaft ist in einem Umbruch, der in den nächsten Jahren empfindliche Änderungen auf uns zukommen lassen wird: Die Zusammenarbeit und die Unterstützung durch unsere Industriepartner verändert sich, und man wird hier neue Wege begehen müssen. Die neuen Formen der Online-Kommunikation, die erwiesenermaßen bereits stark genützt werden, ermöglichen eine virtuelle Kongressteilnahme, und der Kongressgast muss nicht mehr unbedingt vor Ort sein. Das wirkt sich auf die Ansprüche jener, die dennoch anreisen, aus. Die Schönheit einer Stadt, ihre kulturellen Vorzüge und dergleichen, haben im Kongresswesen kaum noch Bedeutung, ausschlaggebend sind heute eine hervorragende Infrastruktur, exzellente Verkehrsverbindungen, ein ausge­zeichnetes Hotelangebot und das alles zu einem angemessenen, leistbaren Preis. Wien hat hier ein hervor­ragendes Angebot, doch für unseren Kongress, der mit seiner alljährlichen Präsenz eine Ausnahmeerschei­nung darstellt, sehe ich durchaus Optimierungspotenzial. Dies betrifft insbesondere die Kontingentpreise bei den Hotels und die Ticketpreise der öffentlichen Verkehrsmittel für unsere Kongressteilnehmerinnen und –teilnehmer. Ich setze diesbezüglich große Hoffnungen in die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten.“

Flughafen Wien, CAT und AUA bieten Willkommen-Service für Großkongresse

Dass die Wiener Tagungsindustrie auf verlässliche Partner aus verschiedensten Bereichen zählen kann bekräftigte auch Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention Bureau im WienTourismus: „Der Flughafen Wien“, so berichtete er, „leistet zusätzlich zu seiner Kooperation mit dem WienTourismus im Airline-Marketing, auch weitere tatkräftige Mithilfe beim Vorantreiben von Wiens Kongressgeschäft, indem er einen neuen Service für Großkongresse anbietet. Deren Veranstalter legen immer größeren Wert darauf, ihren Kongress in der gewählten Destination nachdrücklich sichtbar zu machen – sowohl für die Einheimi­schen, ganz besonders aber auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das hebt einerseits das Prestige der Veranstaltung, hat aber auch den Effekt, dass sich deren Klientel gut betreut fühlt. Der Flughafen Wien begrüßt seit heuer bei Kongressen ab 5.000 Teilnehmenden die Anreisenden auf zwei großformatigen Infoscreens in der Gepäckausgabe-Halle. Dieses ,Willkommen-Programm‘ setzt sich anschließend noch fort, denn auch der City Airport Train macht dabei mit und integriert die Begrüßung in seine während der Fahrt in die Stadt gebotenen elektronischen Services. Für jene, die mit Austrian Airlines anfliegen, beginnt die ,Begrüßungs-Kette‘ schon früher, und zwar mit Durchsagen an Bord des Flugzeugs.

Mutschlechner wusste auch noch ein Detail zum heurigen Radiologen-Kongress nachzutragen: „Er wird in unsere Bilanz der Green Meetings 2014 eingehen“, denn er wurde diesmal als solches abgehalten und durch das Austria Center Vienna zertifiziert. 2013 konnten in Wien 40 dieser offiziell bestätigt umweltscho­nenden Veranstaltungen verzeichnet werden. Der internationale Trend dazu verstärkt sich weiter, und Wien kann den Veranstaltern bereits 24 lizensierte Zertifizierungsstellen bieten, die Kongressen diesbezüglich beratend zur Seite stehen. Das Vienna Convention Bureau zählt schon seit 2011 dazu.“

Als Pionier in technologischer Hinsicht profilierte sich das Vienna Convention Bureau effektvoll auf der IMEX Frankfurt 2013, einer der weltweit größten Messen für die Tagungsindustrie, und unterstrich dabei gleichzeitig Wiens Reputation als smarte Kongressstadt: Es präsentierte seinen neuen „Vienna Meeting Planners‘ Guide“, der erstmals nicht nur gedruckt, sondern auch als App für iPads erschienenen war, sehr publikumswirksam auf einer Wand mit 135 iPads im Eingangsbereich der Messe. Die BesucherInnen hatten dort die Möglichkeit, die App gleich zu testen, die dadurch rasch zum ‚Talk of the Fair‘ wurde. Zur Presse­konferenz hatte der WienTourismus mehrere iPads mitgebracht, sodass sich auch deren TeilnehmerInnen von den vielen praktischen Features der App überzeugen konnten.

Highlights für Wiens Tagungsindustrie 2014

  • Tagung für Thrombose- u. Hämostaseforschung, 2.000 Tn., 12. – 15.2., Hofburg Vienna
  • Europäischer Radiologie-Kongress, 20.000 Tn., 6. – 10.3., Austria Center Vienna
  • Euromeeting der Drug Information Association, 2.600 Tn., 25. – 27.3., Austria Center Vienna
  • Europa-Konferenz für Radiotherapie und Onkologie, 4.000 Tn., 4. – 8.4., Reed Messe Wien
  • Internationaler Wettbewerb für Handelsrecht, 2.600 Tn., 11. – 17.4., Juridicum
  • Europa-Konferenz für Sozialwissenschaftsgeschichte, 1.200 Tn., 23. – 26.4., Universität Wien
  • Europäische Geowissenschaftliche Union, 10.000 Tn., 27.4. – 2.5., Austria Center Vienna
  • Europäische Vereinigung für Diabetesforschung, 18.000 Tn., 15. – 19.9., Reed Messe Wien
  • Europäische Petrochemie-Vereinigung, 1.800 Tn., 4. – 8.10., Intercontinental u.a. Hotels
  • Europäische Gastroenterologie-Woche, 14.000 Tn., 18. – 22.10., Austria Center Vienna
  • Europäisches Jungunternehmer Festival, 2.000 Tn., 29. – 30.10., Hofburg Vienna
  • Europäischer Echokardiographie-Kongress, 3.500 Tn., 3. – 6.12., Reed Messe Wien
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