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Bunte Kacheln des Dachs des Wiener Stephansdoms

2013 brachte Wien neuen Nächtigungsrekord: Zuwachs + 3,7 %

„Mit 12,7 Millionen Nächtigungen im vergangenen Jahr hat Wien seinen Rekord von 2012 um 3,7 % über­troffen“, berichtete Brauner, „ein Ergebnis, zu dem ich der Tourismuswirtschaft unserer Stadt nicht nur herzlich gratuliere, ich danke ihr auch für die hervorragende Arbeit, mit der sie diesen Erfolg ermöglicht hat. Allen voran sei hier die Hotellerie hervorgehoben, die es zur Zeit nicht leicht hat, weil sie sich durch die vielen Neuzugänge am Wiener Hotelmarkt in einer harten Binnenkonkurrenz befindet. Die Erhöhung der Beherbergungskapazität um 3.450 Betten im vorigen Jahr zeigt zwar das große Vertrauen von Investoren in Wiens touristische Weiterentwicklung, doch für jeden einzelnen Betrieb ist es eine Herausforderung, dabei die Auslastung hoch zu halten und guten Ertrag zu erzielen. Wien hat aber solche Kapazitätsschübe schon mehrfach erlebt und sie jedes Mal nicht nur innerhalb kurzer Zeit bewältigt, sondern die Hotellerie hat letzt­lich immer davon profitiert. Es waren stets gleichzeitig Qualitätsschübe für die Destination, die die Ergeb­nisse der Hotels auf ein höheres Niveau gehoben haben als vor der Wachstumsphase. Das wird auch diesmal nicht ausbleiben, zumal der internationale Trend zum Städtetourismus noch nie so stark war wie heute. Die Stadt Wien und der WienTourismus werden auch alles dazu tun, die bestmöglichen Rahmen­bedingungen zu schaffen und das bestmögliche Marketing zu betreiben, um so viel wie möglich davon in unsere Destination zu lenken.“

Kettner kommentierte die Bilanz folgendermaßen: „In Wiens touristischer Performance 2013 spiegelt sich die globale Wirtschaftslage wider: Große Zuwächse aus aufstrebenden –  insbesondere asiatischen –  Regionen, und uneinheitliche Ergebnisse aus den traditionellen Märkten, vor allem den europäischen. Dass es insgesamt gelungen ist, den Nächtigungsrekord des Klimt-Jahres zu überholen, reflektiert wiederum Wiens ungebrochene Attraktivität, aber ebenso, wie sehr sich unsere langjährige, systematische Internatio­nalisierungsstrategie mit Diversifikation auf viele Märkte auszahlt. – Eine klare Absage an die vorwiegende Konzentration auf Nahmärkte und Scheu vor Expansion. Ja, jeder Eintritt in einen neuen Markt ist aufwändig, und man braucht dabei auch Durchhaltevermögen, weil man in den ersten Jahren meist mit Aufkommens­schwankungen konfrontiert ist. Wir sehen das gerade bei Indien, das diesmal ein 2%iges Minus hat. Doch solches haben wir etwa auch in der Aufbauphase bei China erlebt, das heute Wiens zwölftstärkster Nächti­gungsbringer ist. Für uns ist nun Südkorea als neuer Hoffnungsmarkt an der Reihe – es hat 2013 mit 24 % die höchste Steigerungsrate aller Länder weltweit gehabt. Auf solche Signale muss man rasch reagieren, um im Markt schon etabliert zu sein, wenn andere dort erst einsteigen.“

Bezüglich der starken Bettenzuwächse verweist der Tourismusdirektor auf eine Langzeitbeobachtung, die Anlass zu Optimismus gibt: „Wir sehen anhand unserer Aufzeichnungen, dass Wiens Betten- und Nächti­gungsentwicklung bisher immer parallel verlaufen sind – bisweilen zwar ein wenig zeitversetzt, aber stets bergauf: Von 1962 bis 2012, also in den letzten 50 Jahren, haben die Betten um 363 % zugenommen, die Nächtigungen um 371 %. Auch die kurzfristigere Betrachtung 2003 bis 2013 ergibt das gleiche Bild: Bet­tenzuwachs 53 %, Nächtigungszuwachs 58 %. Das macht die momentane ,Durststrecke‘, unter der die Hoteliers leiden, zwar nicht leichter, sollte ihnen aber Zuversicht geben und ihr Vertrauen in die Destination Wien stärken.“

Russen, Amerikaner und Asiaten stark im Kommen

Nach einem beachtlichen Dezemberergebnis von + 6,5 % (1.153.000 Nächtigungen) schlüsselt sich die Nächtigungsbilanz des Gesamtjahres 2013 folgendermaßen nach Ländern auf: Von den 12,7 Millionen Gästenächtigungen kamen 82 % aus dem Ausland. Unter Wiens zehn nächtigungsstärksten Märkten erbrachte Russland mit 12 % die stärkste Steigerung gegenüber 2012, gefolgt von den USA mit 6 %. Um je 5 % erhöhten sich die Nächtigungen aus Deutschland und Großbritannien, um 4 % jene aus Österreich. Unverändert blieb das Aufkommen aus der Schweiz, während die Übernachtungen aus Italien und Spanien um je 5 % zurückgingen. Frankreich lag um 4 % und Japan um 1 % unter dem Jahreswert 2012.

Bemerkenswerte Länderergebnisse 2013: 124.000 Nächtigungen aus Südkorea repräsentieren eine Stei­gerung um 24 %, die höchste aller Länder. China trug 208.000 Nächtigungen (+ 5 %) zur Bilanz bei,
Brasilien 115.000 Nächtigungen (+ 3 %), während aus Indien mit 55.000 Nächtigungen ein Rückgang zu verzeichnen war (- 2 %), wie auch aus der Türkei mit 128.000 Nächtigungen (- 1 %). Sehr positiv entwi­ckelten sich die arabischen Nächtigungen: 82.000 (+ 15 %) gab es aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, 79.000 (+ 6 %) aus Saudi Arabien und 117.000 (+ 16 %) aus den anderen arabischen Ländern in Asien.

Hotellerie-Auslastung gesunken, Umsatzentwicklung unbestimmt, doch Tendenz nach oben

Das 3,7%ige Nächtigungsplus 2013 kam den Hotels aller Kategorien zugute, doch deren durchschnittliche Bettenauslastung sank auf 54,7 % (2012: 56,7 %), die Zimmerauslastung auf rund 69 % (2012: rund
70 %). Zurückzuführen ist dies auf das von Dezember 2012 bis Dezember 2013 um 3.450 Betten
(+ 6,3 %) gewachsene Beherbergungsangebot Wiens auf 58.504 Betten in Hotels und Pensionen.

Der Netto-Nächtigungsumsatz von Wiens Hotellerie ist erst für die Periode Jänner bis November 2013 erfasst und betrug in diesem Zeitraum 549.377.000 EURO. Dies ist zwar mehr als der entsprechende Wert 2012, doch um wieviel Prozent lässt sich nicht statistisch berechnen. Ursache dafür ist eine seit 1.1.2013 veränderte Steuerbemessungsgrundlage für die Hotellerie: Die bis Ende 2012 steuerlich absetzbaren Posten Heizungszuschlag und Bedienungsgeld (nicht von allen Betrieben, aber von vielen und noch dazu in unterschiedlichem Ausmaß angewandt) wurden abgeschafft und durch eine vereinfachte, einheitlich 11 % betragende Internationalisierungspauschale ersetzt. Damit kann zwar jeder Einzelbetrieb seine Ergebnisse 2013 und 2012 vergleichen, nicht aber der WienTourismus, der aufgrund des Datenschutzes nur kumu­lierte Zahlen erhält. Aus diesen ist nicht feststellbar, wieviel von der Differenz zwischen den beiden Jahren auf die veränderte Bemessungsgrundlage zurückzuführen ist. Um in dieser unbefriedigenden Situation wenigstens einen Anhaltspunkt zu haben, hat der Tourismus-Experte Prof. Dr. Egon Smeral für den Wien­Tourismus auf wissenschaftlicher Basis einen Schätzwert ermittelt, der einen tatsächlichen Zuwachs von zumindest 5 % ausweist.

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