Tourismus in Wien 2011: Rekorde bei Nächtigungen und Umsätzen

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"Nachdem Wien im vergangenen Jahr beinahe in jedem Monat einen Nächtigungsrekord vermelden konnte, kommt der Jahresrekord nun nicht mehr überraschend", bemerkte Brauner zu Wiens touristischer Jahres­bilanz, fügte aber gleich an: "Trotzdem können wir heute mit einer Überraschung aufwarten, denn erst jetzt, wo die Rekord-Nächtigungszahlen vom Dezember 2011 vorliegen, lässt sich mit Gewissheit sagen: Es werden im Gesamtjahr auch die Netto-Nächtigungsumsätze der Wiener Hotellerie Rekordhöhe haben und den bisherigen Bestwert aus dem Fußball-EM-Jahr 2008 übertreffen. Wiens Jahresergebnis 2011 von 11,4 Millionen Nächtigungen liegt um 5 % über jenem von 2010 und hat die Erweiterung des im Tourismus­konzept 2015 angestrebten Ziels von ursprünglich ‚100 und 1' - gemeint waren 100 Millionen mehr Nächtigungsumsatz und 1 Million mehr Nächtigungen als 2008 - auf ,100 und 1 und jetzt noch mehr' aufs Beste gerechtfertigt. Auch der Nächtigungsumsatz der Hotellerie ist mit einem Zuwachs um 9,2 % in der Periode Jänner bis November weit über dem Plansoll des Konzepts. Der gesamten Wiener Tourismus­wirtschaft ist jedenfalls herzlich zu ihren Leistungen im vergangen Jahr zu gratulieren. Wir wissen alle, dass heuer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger sind, doch es gibt allen Anlass, sich davon nicht entmutigen zu lassen: Mit dem professionellen Knowhow seiner Tourismusbranche und mit Gustav Klimt als Publikumsmagneten hat die Destination Wien hervorragende Voraussetzungen im städte­touristischen Wettbewerb und wird - davon bin ich überzeugt - das Bestmögliche aus 2012 herausholen."

8 Monate mit mehr als 1 Million Gästenächtigungen - doppelt so viele wie bisher

Auf Einzelheiten der Nächtigungsentwicklung 2011 ging Tourismusdirektor Kettner folgendermaßen ein: "Wien hatte im Vorjahr acht Monate mit mehr als 1 Million Nächtigungen. Zu den schon traditionellen - Mai, Juli, August und September - sind voriges Jahr vier neu dazugekommen: April, Juni, Oktober und Dezem­ber. Im Gesamtjahresergebnis muss man schon genau suchen, um unter den 52 statistisch erfassten Märkten welche mit einem Nächtigungsminus zu finden - es sind gerade einmal sechs. Unter den 20 nächtigungsstärksten ist es überhaupt nur einer, während zehn von ihnen zweistellige Zuwachsraten haben. Der Ausreißer ist Österreich, das um 7 % zurückgefallen ist. Wir gehen davon aus, dass das der Peis für die überproportionale Steigerung von 14 % im Jahr 2010 war, und es unsere Landsleute 2011 stärker in ausländische Städte gezogen hat. Dass im Gesamtergebnis trotzdem der Rekord von 2010 so deutlich übertroffen wurde, bestätigt aber wieder einmal unsere Strategie der Diversifizierung auf viele und der stän­digen Expansion auf neue Märkte. Allein die Zuwächse aus den anderen Hauptmärkten - allen voran Russ­land mit einem Plus von 36 % - macht den inländischen Rückgang bereits mehr als doppelt wett. Hervor­zuheben sind auch die Beiträge ehemaliger ‚Hoffnungsmärkte', die mittlerweile schon zu den etablierten gehören: die arabischen Länder in Asien mit plus 23 %, China mit plus 32 % und Zentral- und Südamerika mit plus 41 %. Bei Letztgenanntem ist übrigens seit 2011 erstmals die isolierte Betrachtung von Brasilien möglich. Wie erwartet, ist nun belegt, dass von dort die meisten zentral- und südamerikanischen Nächti­gungen kommen: 2011 waren es über 80.000, das sind 38 % des Aufkommens aus diesen Ländern. Die Zuwachsraten können wir heuer erstmals verfolgen, und sind schon sehr gespannt darauf."

Alle Hotelkategorien profitierten 2011, Auslastung sank trotz starkem Bettenzuwachs nur leicht

Bei Wiens Hauptmärkten hatten 2011 die Nächtigungen aus Russland (522.000) mit + 36 % den stärks­ten Zuwachs, gefolgt von Spanien (388.000 Nächtigungen) mit + 17 % und der Schweiz (346.000), die um 12 % zulegte. Aus Frankreich erhöhten sich die Nächtigungen (345.000) um 8 %, aus Italien (657.000) um 5 %, aus Großbritannien (393.000) um 5 %, aus Japan (277.000) um 4 % und aus Deutschland (2.381.000) um 3 %. Die USA hielten ihr Ergebnis von 2010 (561.000), nur Österreich (2.096.000) blieb mit - 7 % darunter.

Vom positiven Jahresergebnis 2011 profitierten alle Kategorien der Wiener Beherbergungsbetriebe. Wiens Beherbergungskapazität erhöhte sich von Dezember 2010 auf Dezember 2011 mit 4.300 Betten beträcht­lich (+ 9 %), dabei verringerte sich die durchschnittliche Bettenauslastung vergleichsweise nur geringfügig. Sie sank von 56,8 % 2010 auf 56,5 % 2011, das entspricht einer Zimmerauslastung von rund 71 %, die sich damit gegenüber 2010 nicht veränderte. Die Wiener Hotellerie erwirtschaftete im Zeitraum Jänner bis November 2011 insgesamt 446,7 Millionen EURO an Netto-Nächtigungsumsatz, das sind um 9,2 % mehr als in der Vergleichsperiode 2010. Aufgrund des Nächtigungszuwachses um 8,5 % im Dezember ist ein Umsatz-Rekord abzusehen, wie stark er den 2008 erzielten übertreffen wird, lässt sich erst im Februar fest­stellen, wenn die Umsatzzahlen des letzten Jahresmonats 2011 vorliegen werden.

Erfolgsstory Wien-Karte: 4 Millionen Stück seit Einführung 1995 verkauft

Ein markantes Jahr war 2011 auch für die Wien-Karte: Zum einen verzeichnete auch sie einen Rekord mit einem Jahresverkauf von 325.080 Stück (+ 7,2 % gegenüber 2010), zum anderen ging in den letzten Dezembertagen das 4-millionste Exemplar seit ihrer Einführung im Februar 1995 über den Ladentisch. Ihre fleißigsten Verkäufer waren in- und ausländische Reisebüros, gefolgt von den Wiener Hotels und den Wie­ner Linien, die der Karte mit ihrer 72-Stunden-Netzkarte auch das "Rückgrat" geben. Großen Anteil an ihrem Erfolg - sie ist seit jeher Österreichs meistgekaufte Gästekarte - haben Global Blue Austria als höchst effizienter Vertriebspartner und die mittlerweile über 200 Wiener Betriebe in den Bereichen Museen und Sehenswürdigkeiten, Kultur-und Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und Handel, die als Wien-Karten-Partner des WienTourismus den KarteninhaberInnen Vergünstigungen gewähren.

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