WienTourismus lässt Johann Strauß im Stadtpark doubeln

Johann-Strauß gedoubelt: Eine Alternative mit Wiener Schmäh zum echten „Gold-Schani" ist die Installation von Klaus Pobitzer (1.v.r.), wie der Künstler, Tourismusdirektor Norbert Kettner (Mitte) und LAbg. GR Katharina Schinner (1.v.l.), Mitglied der Tourismuskommission des WienTourismus, feststellten.

 

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Dass der goldene Johann Strauß im Stadtpark nach 90 Jahren eine Renovierung braucht, ist verständlich. Für Wiens Gäste ist das Denkmal des Walzerkönigs aber das vermutlich meistfotografierte Motiv in der Stadt, daher war es dem WienTourismus ein Anliegen, für Ersatz zu sorgen. Praktischerweise hat er in seinem Fundus für Auslandseinsätze eine 1:1 Nachbildung der so beliebten Statue. Obwohl nur aus golden gefärbtem Kunststoff, gibt sie ein durchaus fototaugliches Double ab. Doch die Gäste sollen wissen, dass sie nicht den "echten Gold-Schani" vor sich haben. Außerdem sah Tourismusdirektor Kettner hier eine gute Gelegenheit für ein künstlerisches Statement, das den Einfallsreichtum von Wiens aktueller Kreativ-Szene demonstriert. Daher beauftragte der WienTourismus in Zusammenarbeit mit "Kunst im Öffentlichen Raum" zwei in Wien lebende KünstlerInnen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. So entstanden zwei Installationen, die sich der Restaurierung der Original-Statue und der damit verbundenen Baustelle mit Augenzwinkern widmen, und Wiens Gästen amüsante Foto-Sujets bieten.

Tourismusdirektor Norbert Kettner (3.v.l.) und LAbg. GR Katharina Schinner (2.v.l.) mit dem Künstler Klaus Pobitzer (1.v.l.) vor dessen Schani-Double.

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Der Gast ist Nr. 1, der "Schani" ist zum Anfassen, seine Abwesenheitsnotiz am Bauzaun zu lesen

Klaus Pobitzer, Schüler von Gunter Damisch und Michelangelo Pistoletto, stellte die Nachbildung der Statue auf ein "Siegertreppchen", wie man es für die Medaillen-Gewinner in Sportbewerben verwendet. Der Walzerkönig steht allerdings auf der Nummer zwei, die Nummer 1 gehört dem Gast, der ist nämlich König in Wien. Er kann "Schani" hier auch näher kommen denn je, weil das Double ist ein Johann Strauß zum Anfassen. Ein Schild am "Siegerpodest" erklärt in acht Sprachen die Installation, die in Sichtweite knappe zwei Gehminuten vom Original-Standort des Strauß-Denkmals in Richtung Kursalon platziert ist.

Den Bauzaun, der das Original während der Restaurierung umhüllt, nahm sich Zenita Komad vor, die in Wien an der Hochschule für Angewandte Kunst und der Akademie für bildende Künste studierte. Sie entwarf für die Umhüllung folgende "Abwesenheitsnotiz" des Walzerkönigs auf einem Blatt Papier, das aus einer alten Schreibmaschine herauskommt. "Liebste! Ich brauche Urlaub. Mach dir keine Sorgen. Ich bin bald zurück, versprochen! - Johann " Diese Notiz erscheint rund um den Bauzaun in acht Sprachen abwechselnd mit einer Botschaft des WienTourismus, die in ebensovielen Sprachen auf den "Foto Point" mit dem Statuen-Double verweist. Beide Installationen sollen dafür sorgen, dass der "Wellness-Urlaub" des echten "Gold-Schanis" Wiens Gäste nicht enttäuscht, sondern zum Schmunzeln bringt.

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