Kettner warnt vor Gefährdung des Tourismusstandorts Österreich

„Die Kompetenz für nationales Tourismusmarketing liegt hierzulande bei der ÖW und bei niemandem anderem" so Kettner, „und daran ist nicht zu rütteln. In den Außenhandelsstellen sitzen ausgezeichnete Expertinnen und Experten, doch deren Kernkompetenz liegt nicht im Tourismus, wo die ÖW jahrzehntelang Know-how erworben und erfolgreich eingesetzt hat. So erfolgreich, dass Österreich heute international als Benchmark für effizientes Tourismusmarketing gilt."

Die von der WKÖ als Anlass für die Vertragskündigung genannte Unzufriedenheit damit, beim Marketing zu wenig mitreden zu können, hält Kettner für ein eklatantes Missverständnis der Aufgabe eines Eigentümer von öffentlichen Unternehmen. „Eigentümer-Aufgabe ist es", betont er, „planbare, strategische und professionelle Rahmenbedingungen für das Unternehmen zu schaffen, keinesfalls aber ist es Eigentümer-Aufgabe, operativ ‚mitreden zu können'. Es ist ja geradezu absurd, Spezialisten dafür zu bezahlen, dass man ihnen dann vorschreibt, was sie zu tun hätten. Ein solcher Wunsch kommt in Österreich einer gefährlichen Drohung gleich."

Durch Debatten wie diese würde eine der wichtigsten Branchen des Landes aufs Spiel gesetzt, und für die internationalen Partner des österreichischen Tourismus sei diese Vorgangsweise ein katastrophales und verwirrendes Signal. „Alle Beteiligten müssen sich hier ihrer Verantwortung für den österreichischen Tourismus bewusst werden, und Minister Mitterlehner ist in diesem Zusammenhang für seine klaren Worte zu danken." so Kettner abschließend.

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