Die Hofburg

Wien ist imperial

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Ob zu Fuß, mit der Straßenbahn oder aber – ganz traditionell – kutschiert von einem Fiaker: Ein Rundgang über die Wiener Ringstraße ist Sightseeing der besonderen Art, denn der Prachtboulevard ist von zahlreichen Parks und Bauwerken gesäumt. Wenn Wiener in die „Burg“ gehen, dann meinen sie das Burgtheater, die eigentliche Burg liegt nebenan. Über 600 Jahre lang befand sich in der Hofburg die Residenz der Habsburger-Kaiser, heute beherbergt der Prachtbau neben bedeutenden Museen auch wichtige Repräsentationsräume. Es wäre aber nicht Wien, stünden nicht die Fiaker gleich vor den Bürotüren des Bundespräsidenten, fände man in der Nationalbibliothek nicht nur aktuelle Werke, sondern auch einen der schönsten Barocksäle der Welt. In der Burgkapelle singen sonntags die Sängerknaben, und in der Hofreitschule zeigen die Lipizzaner ihr Können. Die Reitkünste der Spanischen Hofreitschule sind seit Dezember 2015 übrigens immaterielles UNESCO Kulturerbe der Menschheit  Das Sisi Museum gewährt Ihnen Einblicke in das Privatleben der wohl berühmtesten Monarchin. Nur ein paar Tram-Stationen weiter liegt auf einer kleinen Anhöhe die Sommerresidenz von Prinz Eugen, das Schloss Belvedere. Es bewahrt die weltweit größte Sammlung von Klimt-Gemälden auf, darunter auch der berühmte „Kuss“. Das barocke Winterpalais des Feldherrn im ersten Bezirk dient ebenfalls als Ausstellungshaus.

Imperialen Kunstgenuss verspricht auch ein Besuch in Wiens bekanntestem Schloss. In Schönbrunn standen der Kaiserfamilie 1.441 Räume zur Verfügung – viele davon können Sie auch heute noch bewundern. Im Schlosspark warten architektonische Gustostückerl wie das Palmenhaus oder auch der Tiergarten, der bereits vier Mal zum besten Zoo Europas gekürt wurde. Kein Wunder, in den Löwenkäfigen von damals stehen heute die Besucher, während die Tiere in modernen Gehegen leben – mit Geschick und „Wiener Schmäh“ blieb die barocke Bausubstanz erhalten. Erbaut wurde der älteste Zoo der Welt, der besonders erfolgreich in der Nachzucht von Elefanten und Pandabären ist, 1752 von Maria Theresias Mann, Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen. Die beiden waren einander so verbunden, dass sie sogar noch heute die letzte Ruhestätte teilen. Der beeindruckende Doppelsarg der beiden befindet sich in der Grabstätte der Habsburger, der Kapuzinergruft.

Religiöser – aber auch heimlicher geographischer – Mittelpunkt Wiens ist der Stephansdom. Wenn zu Silvester die große Glocke, die Pummerin, schlägt, wird das sogar im Fernsehen übertragen. Gefeiert wird auch in der Ballsaison, dann heißt es im Redoutensaal der Hofburg oder in einem der vielen Palais: „Alles Walzer!“ Auch im Alltag lassen die Wiener die gute alte Zeit hochleben – mit einem herzhaften Biss in eine Kaisersemmel, oder wenn sie einen mit Puderzucker bestreuten Kaiserschmarrn genießen.

Infos: www.wien.info

Zahlen und Fakten „Imperial“

  • 27 Schlösser
  • 2 ehemals kaiserliche Schlösser (Schönbrunn und Hofburg)
  • 1.441 Räume in Schloss Schönbrunn
  • 163 Palais
  • Tiergarten Schönbrunn: ältester noch bestehender Zoo der Welt (seit 1752)
  • Die Wiener Ringstraße ist 5,3 km lang
  • Kaisergruft: Grabstätte für 149 Habsburger (inkl. 12 Kaiser, 19 Kaiserinnen und Königinnen)
  • 280 imperiale Parks und Gärten
  • Spanische Hofreitschule: als einzige Institution der Welt Pflege der klassischen Reitkunst in der Renaissancetradition der „Hohen Schule“ seit 450 Jahren. Im Dezember 2015 wurden die Reitkünste der Spanischen Hofreitschule zum immateriellen UNESCO Kulturerbe der Menschheit erhoben.
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