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Pioniere der Moderne

Gustav Klimt (1862-1918), Malergenie und Wegbereiter der Moderne um 1900, hätte 2012 seinen 150. Geburtstag gefeiert. Zum Auftakt des Klimt-Jubiläumsjahrs präsentiert das Wiener Belvedere den berühmten Künstler ab dem Herbst 2011 gemeinsam mit dem kongenialen Architekten, Ausstellungsgestalter und Designer Josef Hoffmann.

Gustav Klimt  Irrlichter, 1903, Öl auf LeinwandBilder Download

Gustav Klimt, Irrlichter, 1903, Öl auf Leinwand,
52,1 x 59,7 cm
Privatbesitz

 

 

 

 

 

Das Wiener Belvedere besitzt die weltweit größte Sammlung von Gemälden Klimts. Die Ausstellung widmet sich der intensiven Zusammenarbeit von Gustav Klimt (1862-1918) und Josef Hoffmann (1870-1956), die mit der Gründung der Wiener Secession 1897 begann und mit Klimts Tod 1918 endete. Mit der Beethovenausstellung (1902) in der Wiener Secession oder dem Palais Stoclet (1905-1912) in Brüssel setzte diese Zusammenarbeit im Bereich des Gesamtkunstwerks neue Maßstäbe in Europa. Das Belvedere präsentiert unter anderem eine detailgetreue Rekonstruktion des Klimt-Raums der Schau, die vor 110 Jahren stattfand, und ein maßstabsgetreues Modell der gesamten Ausstellungsfläche.

Wesentliche Impulse für die Entwicklung der Wiener Moderne kamen von belgischen Künstlern wie George Minne oder Fernand Khnopff, die in Wiener Ausstellungen wahre Triumphe feierten. Zu keiner Zeit gab es einen ähnlich engen Austausch zwischen Protagonisten von Kunst, Architektur und Literatur dieser beiden Länder wie um 1900. Diesem Umstand wird in der Belvedere-Schau durch die Gegenüberstellung von Werken Fernand Khnopffs, George Minnes, Jan Toorops und Gustav Klimts Rechnung getragen. Der freundschaftliche Kontakt zwischen Khnopff, dem Geschäftsführer der Wiener Werkstätte Fritz Waerndorfer, Hoffmann, Klimt und dem Kunstliebhaber Adolphe Stoclet kulminierten 1905 im einzigartigen und einzigen Gesamtkunstwerk der Wiener Werkstätte, dem Palais Stoclet in Brüssel. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens steht das 1911/12 an die Hausherren übergebene Palais im Zentrum der Ausstellung.

Auch Gustav Klimts letztes Atelier im 13. Bezirk trug Josef Hoffmanns Handschrift, von ihm stammte die Inneneinrichtung, die Teile von Klimts ethnografischer Sammlung beherbergte. Eine Gegenüberstellung des zum Teil mit Originalmöbeln nachgebauten Ateliers und des Bildnisses Fritza Riedler von Klimt veranschaulicht die wechselseitige Beeinflussung der beiden Künstler, die in der Ausstellung auch im Bezug zur Wiener Werkstätte untersucht wird. Klimt starb am 6.2.1918 und wurde auf dem Hietzinger Friedhof beigesetzt. Josef Hoffmanns Entwurf für Klimts Grabmal, der nie ausgeführt wurde, ist erhalten geblieben und wird in der Ausstellung zu sehen sein.

Gustav Klimt und Josef Hoffmann. Pioniere der Moderne

25.10.2011-4.3.2012
Unteres Belvedere, Rennweg 6, 1030 Wien
www.belvedere.at

 

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