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Wiener Heuriger
Wien ist nicht nur die Bundeshauptstadt Österreichs, sondern eine eigenständige Weinregion. 230 Winzer produzieren jährlich rund 1,7 Millionen Liter Wein, und der will auch getrunken werden - traditionell beim Heurigen. Der Heurige (auch „Buschenschank" genannt) ist ein Platz zum Wohlfühlen. In diesen Lokalen, die meist am Rande der Stadt nahe bei den Weinbergen liegen, offerieren die Wiener Winzer ihre Weine wie Grünen Veltliner, Gemischten Satz, Chardonnay und Blauen Zweigelt sowie kulinarische Köstlichkeiten. Am schönsten und romantischsten ist es beim Heurigen an einem lauen Sommertag im Gastgarten, mit Blick auf die Reben und die Stadt.
Erkennbar ist der echte Wiener Heurige an der „Ausg'steckt"-Tafel und am Föhrenbuschen, der gleichzeitig anzeigt, wann das Lokal geöffnet ist. Diese beiden Symbole garantieren, dass hier ausschließlich Eigenbauweine aus Wiener Weinrieden ausgeschenkt werden. Das heutige Buschenschankrecht geht auf eine Verordnung Kaiser Josefs II. aus dem Jahr 1784 zurück, mit der er den Winzern erlaubte, Wein aus eigener Erzeugung auszuschenken. Doch das Wort „Heuriger" hat noch eine zweite Bedeutung: Es steht für den Wein vom aktuellen Jahrgang, der pünktlich zu Martini (11. November) „getauft" wird und am gleichen Tag des Folgejahres zum „Altwein" wird.
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Wiener Heuriger